Spielberichte/Infos
Allgemein: Viele der Berichte stammen von der Plattform rh-news.com von unserem NLA-Spieler Simon von Allmen und werden so auch im BT veröffentlicht. Vielen Dank!
Diessbach ist Cupsieger!
In einer packenden Partie hat der RHC Diessbach den Schweizer Cupfinal in Friedlingen mit 5:4 gegen Weil am Rhein für sich entschieden.
Auf den Tag sechs Jahre nach dem ersten Cupsieg hat Diessbach bei seiner zweiten Finalteilnahme den zweiten Sieg eingefahren. Zu den Matchwinnern avancierten Hanes Wegmüller mit einem
verwandelten direkten Freistoss und Torhüter Ricardo Figueiredo, der ausser bei einem Gegentor eine starke Partie zeigte. In einer kleinen Zonendeckung versuchten die Seeländer den Weilern mit
einer Betontaktik den Zahn zu ziehen. Zwar kassierten sie nach gut zehn Minuten das erste Gegentor, doch ein Doppelschlag von Rodrigues und Schneider brachte die Wende. Die wenigen Chancen wurden
bis zur Pause eiskalt ausgenutzt.
Wegmüller mit guten Nerven
Im zweiten Umgang drückten die Weiler vehement und wirbelten die Diessbacher teils gehörig durcheinander. Doch dem Titelverteidiger wollte nie die Entscheidung gelingen, auf den Ausgleich konnten
die Diessbacher jeweils schnell mit der erneuerlichen Führung reagieren. So nutzte Wegmüller ein Powerplay mit einem präzisen Schuss zum 3:2 aus und Rodrigues sorgte nach dem zwischenzeitlichen
Ausgleich per Abstauber fürs 4:3. In der Verzweiflung wechselten die Weiler alle Spieler die sie hatten ein. Dabei erwischte Dominique Kaul einen rabenschwarzen Abend und sah wenige Sekunden nach
seiner Einwechslung die rote Karte. Den fälligen direkten Freistoss nutzte Wegmüller mit einem massgeschneiderten Handgelenkschuss in den hohen Winkel zum am Ende entscheidenden Tor. Weil kam
zwar nochmals auf 5:4 heran und konnte die letzten 30 Sekunden im Powerplay spielen, doch die Diessbacher Festung hielt dicht.
Mit dem Schlusspfiff brachen alle Dämme, die gut 100 mitgereisten Fans aus dem Seeland verwandelten den Rollerdrom innert Kürze in eine Festhütte. Bis in die frühen Morgenstunden wurde der zweite
Cupsieg der Klubgeschichte gefeiert – ein Mythos à la FC Sion scheint geboren. Noch nie haben die Diessbacher im Cupfinal verloren!
RHC Diessbach – RSV Weil am Rhein 5:4 (2:1)
Rollerdrom in Friedlingen. – 500 Zuschauer. – SR: Grossniklaus/Lewis.
Torfolge: 0:1. 2:1. 2:2. 3:2. 3:3. 5:3. 5:4.
RHC Diessbach: Figueiredo, Schneider (1), von Allmen, Salzmann, Wegmüller (2), Arn, Kissling, Bandi, Rodrigues (2), Rubin.
RSV Weil am Rhein: Dietrich, Werner, Bross, Abraha, Kaul, Wenger, Wörner, Guedelha, Ingold, Stegmüller.
Bemerkungen: 1x2-Minuten Diessbach, 1x2- und 1x4-Minuten Weil.
Diessbach schreibt Geschichte
Es ist vollbracht. Der RHC Diessbach schliesst die Schweizer Meisterschaft im dritten Rang ab, so gut wie noch nie in der Vereinsgeschichte.
Zum hervorragenden Abschneiden führte der erstmalige Sieg in Genf, der ohne die beiden Nationalspieler Pascal Kissling und Simon von Allmen geschafft wurde. Diessbach überzeugte vor allem als geschlossene Mannschaft mit diszipliniertem Spielverhalten in einer eher müden und vom Schweizer Meister aus Genf ambitionslos geführten Partie. Hanes Wegmüller sorgte mit einem Schuss durch die Beine von Genfs Goalie Cavadini für die Führung (8.), welche Miran Salzmann kurz vor der Pause nach einem Bandenabpraller ausbauen konnte (22.).
Genf vergibt Penalty
Auch nach dem Seitenwechsel stellten die Seeländer ihre Taktik nicht um und agierten in ihrer Zonendeckung geschickter als noch vor der Pause. Die sich bietenden Kontergelegenheiten wurden nicht genützt, erst ein schön geschossener Penalty von Fabian Schneider (31.) brachte das 0:3. Bei Genf war die Abwesenheit von Spielmacher Florian Brentini deutlich spürbar, dazu spielte mit Jordi Ortola einer der besten Junioren des Landes keine Sekunde. Die Genfer fügten sich in die Niederlage, einzig ein Geschoss aus der Distanz von Roger Monroy landete im Netz. Monroy vergab einen Penalty, der nochmals Spannung hätte zurückbringen können, und Wegmüller entschied darauf mit sehr viel Geduld vor Cavadini die Partie.
Der Sieg über Genf ist die erste Niederlage der Calvinstädter in dieser Saison und gleichzeitig der erste Erfolg in der NLA des RHC Diessbach an dieser Spielstätte. Am Samstag steht für die Seeländer der Cupfinal in Friedlingen an – das grosse Highlight der Saison.
Genève RHC – RHC Diessbach 1:4 (0:2)
Queue d’Arve. – 80 Zuschauer. – SR: Eggimann/Lewis.
Tore: 8. Wegmüller 0:1. 22. Salzmann 0:2. 31. Schneider 0:3. 34. Monroy 1:3. 43. Wegmüller 1:4.
Genève RHC: Cavadini, Ortola, Von Däniken Thibault, Rossel, Monroy (1), Forel, Desponds, Sterchi, Von Däniken Valérian, Dumont.
RHC Diessbach: Figueiredo, Schneider (1), Salzmann (1), Wegmüller (2), Bandi, Arn, Rodrigues, Rubin.
Bemerkungen: Genf ohne Brentini (verletzt); Diessbach ohne Kissling (gesperrt) und von Allmen (verletzt).
Diessbacherinnen sind Schweizer Meister!
Die Damen des RHC Diessbach haben am Mittwochabend mit einem 8:1-Heimsieg zwei Runden vor Schluss den Titel gesichert.
Im Direktduell mit Verfolger Friedlingen brauchten die Diessbacherinnen einen Sieg um vorzeitig Meister zu werden und ein nervenaufreibendes Wochenende zu vermeiden. Total konzentriert wurden den
Gästen von Beginn weg die Grenzen aufgezeigt. Diessbach spielte äusserst geduldig, liess den Ball in den eigenen Reihen laufen und ging keine Risiken ein. Die gefürchteten Konter Friedlingens
blieben dadurch aus. Esther Gilgen traf nach herrlichem Querpass von Tanja Kammermann zur Führung, zur Pause stand es 2:0.
Friedlingen stellte in der Pause von Raum- auf Manndeckung um und versuchte Diessbach so in Verlegenheit zu bringen. Der Druck auf die Seeländerinnen bei Ballbesitz war grösser, doch die neuen
Freiräume wurden eiskalt ausgenützt. Die Gegnerinnen wurden auch dank des breiteren Kaders konditionell an ihre Grenzen gebracht, immer wieder wurde die freie Mitspielerin im Strafraum gefunden.
Simone Schneider sorgte per Direktabnahme fürs wichtige 3:0, danach fielen die Tore wie reife Früchte.
Zum vierten Mal in Serie nach 2007, 2008 und 2009 bleibt der Meistertitel in Diessbach. Am Samstag haben die Meisterinnen ihr letztes Heimspiel um 19:00 Uhr gegen den RSC Uttigen mit
anschliessender Pokal- und Medaillenübergabe.
RHC Diessbach – RHC Friedlingen 8:1 (2:0)
Sporthalle. – 60 Zuschauer. – SR: Wäspi.
Tore: 7. Gilgen 1:0. 8. Kammermann 2:0. 33. Simone Schneider 3:0. 38. Kammermann 4:0. 39. Gilgen 5:0. 41. Christine Schneider 6:0. 44. Sesterhenn 6:1. 48. Kammermann 7:1. 50. Christine Schneider
8:1.
RHC Diessbach: Wegmüller; Tock, Müller, Simone Schneider (1), Gilgen (2), Kammermann (3), Christine Schneider (2), Gerber.
RHC Friedlingen: Maurer (ab 26. Pichol); Degen, Philipp, Cuel-Oller, Sesterhenn (1), Behnke.
Diessbach rückt auf Rang 3 vor Im Direktduell um Rang 3 mit dem RHC Wimmis siegte der RHC Diessbach am Samstag mit 5:3. Eine starke erste Hälfte diente als Basis zum Erfolg. Mit der Rückkehr von Kapitän Stefan Bandi ist ein wichtiger Spieler bei den Diessbachern zurück, doch für die Highlights sorgten andere. Pascal Kissling startete das Offensivfeuerwerk mit einem Solo durch die ganze Gästeabwehr und setzte dem Lauf mit dem Tor das Sahnehäubchen auf. Leicht geschockt und defensiv nicht auf der Höhe waren die Wimmiser regelmässig zu spät- mit Rodrigues’ Volleytreffer und je einem weiteren Tor für die beiden RHCD-Torjäger brillierten die Seeländer. Dahinter hielt ihnen der Rest den Rücken frei. Der schmale Kader erhielt vor der Pause noch einen Warnruf: Dominik Wirth gelang das erste Tor der Gäste. Dank dem Tor von Miran Salzmann nach einem Konter nach dem Seitenwechsel war die Angst vor einer Aufholjagd gemindert worden; aber nicht vorbei. Wimmis agierte frecher und Diessbach sehr sorglos. Diverse Fehler schlichen sich ein, doch die Gäste nutzten beste Chancen mit Schüssen nebens Tor nicht – oder zu spät. Stefan Wenger und Wirth verschönerten das Resultat nur noch. Damen schnuppern am Titel Erfolgreich Revanche fürs Aus im Cup-Halbfinal haben die Diessbacher Damen genommen. Gleich mit 9:2 wurde Montreux besiegt, mit einem Vollerfolg am Mittwoch gegen Friedlingen sind die Diessbacherinnen vorzeitig Schweizer Meister. RHC Diessbach – RHC Wimmis 5:3 (4:1) Sporthalle. – 120 Zuschauer. – SR: Armati/Gisler. Tore: 6. Kissling 1:0. 8. Rodrigues 2:0. 11. Kissling 3:0. 17. Rodrigues 4:0. 25. Wirth 4:1. 27. Salzmann 5:1. 37. Wenger 5:2. 47. Wirth 5:3. RHC Diessbach: Figueiredo, Salzmann (1), Wegmüller, Arn, Kissling (2), Bandi, Rodrigues (2), Rubin. RHC Wimmis: Wasem, Müller, Gmür, Haldemann, Geiser, Pfähler, Wenger (1), Althaus, Wirth (2), Brand. Bemerkungen: 1x2-Minuten Wimmis. Diessbach ohne Schneider (Ferien) und von Allmen (verletzt); Wimmis ohne Leuenberger (Reisen) und Schädeli.
Diessbachs C-Junioren erfolgreich beim Kroko-Cup
Die Teilnahme an Turnieren im Ausland waren seit jeher Höhepunkte im Vereinsleben des RHC Diessbach. Insider erinnern sich noch heute gerne an Turniere in Celle, Mainspitze oder Dornbirn. Nun
konnten am Pfingstwochenende Diessbachs C-Junioren erstmals die besondere Atmosphäre eines Turniers im Ausland erleben und geniessen. Zum dritten Mal organisierte der RSC Darmstadt den Kroko-Cup
für U14 Mannschaften. Neben Diessbach und Gipf-Oberfrick aus der Schweiz nahmen sieben Teams aus Deutschland und mit AJ Salesiana Estoril auch eine Mannschaft aus Portugal teil. Die Vorrunde
schlossen die Diessbacher nach Siegen über den RHC Friedlingen, den RSC Chemnitz und die IGR Remscheid und einer Niederlage gegen den RSC Cronenberg auf dem zweiten Platz ab und qualifizierten
sich dadurch fürs Halbfinale. In diesem unterlagen sie nach einem sehr guten Spiel dem nachmaligen Turniersieger aus Estoril mit 5:2. Im Spiel um Platz 3 bekamen es die Diessbacher mit der
starken Mannschaft des TUS Düsseldorf-Nord zu tun. Bei den nach fünf Spielen und zwei kurzen Nächten im Hotel Aron müde wirkenden Seeländern schien die Luft nun endgültig draussen zu sein. Zur
Pause lag man 1:4 im Hintertreffen und bei der Pausenpredigt von Trainer Merlot hatte manch einer Mühe die Augen ganz offen zu halten. Aber wie früher in Celle, Mainspitze oder Dornbirn die
"Grossen", mobilisierten die "Kleinen" ihre letzten Kräfte und starteten eine eindrückliche Aufholjagd. Am Ende stand es 5:5 und das Penaltyschiessen musste die Entscheidung bringen. Nach je 5
Schützen zeigte die Anzeige 7:7, Aderian Zingg und Severin Kummer hatten ihre Penalties versenkt. Danach traf Severin Kummer erneut, Nino Lutz hielt, die Diessbacher lagen auf einem Haufen und
feierten den dritten Platz. Mit der Rückfahrt im Möri Bus und der spätnächtlichen Ankunft in Diessbach endete das erste aber sicher nicht letzte Auslandturnier für unsere C-Junioren.
Das Team:
Nino Lutz
Nino Wüss
Patrik Hofstetter
Jenny Odermatt
Björn Schmittt
Remoo Baumann
Severin Kummer
Benny Fuhrer
Aderian Zingg
Brayan Amstutz
Yanik Altherr
Merlot Wüss (Coach)
Ueli Fuhrer Fahrer/ Betreuer
Roger Hofstetter Fahrer/ Betreuer
Diessbach sichert den Europacup
Der RHC Diessbach hat mit dem Auswärtssieg beim Tabellenletzten Montreux die Europacup-Teilnahme gesichert, den widrigen Umständen getrotzt und wieder zu Rang 3 aufgeschlossen.
Beiden Mannschaften fehlten wichtige Spieler, entsprechend fiel das Verhalten auf dem Feld aus. Gerade Montreux war schlicht nicht in der Lage in der Vorwärtsbewegung für minimale Gefahr zu
sorgen nach der Startviertelstunde. Zuvor suchten die Diessbacher etwas den Tritt und konnten sich bei ihrem Torhüter fürs 0:0 bedanken. Danach spielten aber nur noch die Gäste. Viele
Einzelaktionen reichten um für Gefahr zu sorgen, Pascal Kissling (22.) und Eduardo Rodrigues (23.) sorgten für einen beruhigenden Pausenvorsprung.
Kurz nach dem Wechsel verkürzte Münger aus der Drehung für die Westschweizer, die Diessbacher Hintermannschaft sah nicht sonderlich gut aus. Danach ging es wieder in die andere Richtung. Ohne
viel Aufwand tauchten die Diessbacher immer wieder gefährlich vor Oberson auf, liessen auch ein Powerplay ungenutzt. Erst ein mustergültiger Konter schloss Fabian Schneider nach Vorlage von Miran
Salzmann zum 1:3 ab (43.). Schneider stand wenig später erneut richtig, als er einen von der Latte abgeprallten Trickschuss Kisslings nur noch einzuschieben brauchte.
Am Samstag kommt es in Diessbach zum Direktduell mit Wimmis um den dritten Tabellenrang, da die Seeländer bis auf einen Zähler herangerückt sind.
Montreux HC – RHC Diessbach 1:4 (0:2)
Salle du Pierrier. – 40 Zuschauer. – SR: Eggimann/Lewis.
Tore: 22. Kissling 0:1. 23. Rodrigues 0:2. 27. Münger 1:2. 43. Schneider 1:3. 46. Schneider 1:4.
Montreux HC: Oberson; Binhan, Jimenez, Kaufmann, Münger (1), Solioz, Perrochet, Grassi, Bianchi.
RHC Diessbach: Figueiredo, Schneider (2), Salzmann, Wegmüller, Kissling (1), Rodrigues (1), Rubin.
Bemerkungen: 1x2-Minuten Montreux. Montreux ohne Rubi (Reisen); Diessbach ohne von Allmen, Bandi (beide verletzt) und Arn (U17-Nati).
Der RHC Diessbach hat in der Meisterschaft die Hauptprobe für den Cupfinal gegen den RSV Weil mit 4:7 verloren. Die Entscheidung fiel in den Schlussminuten.
Samuel Wenger führte mit den Toren zum 4:4 und 4:5 die Wende ein. Jeder Mannschaft gehörte je eine Halbzeit, wobei die Weiler deutlich effizienter aufgetreten sind.
Fünf Minuten vor dem Ende sah alles noch rosig aus: es stand 4:3 und Chancen gab es viele. Doch dann setzte sich Samuel Wenger mit einer Drehung durch und traf in die nahe Ecke, wenig später tanzte der Ex-Internationale den Diessbacher Rodrigues aus und liess auch Torhüter Rubin keine Chance. Das 4:7 von Ingold ins leere Tor war reine Makulatur. Damit ging das Spiel mit einem Negativerlebnis zu Ende, nach dem es mit einem solchen begonnen hatte. Schon in der ersten Minute gingen die Weiler durch ein unglückliches Eigentor in Führung.
Die Reaktion aufs 0:1 war mustergültig: Topskorer Kisslings erste Schüsse landeten allesamt am ehemaligen Diessbacher Dietrich vorbei im Netz. Es drohte eine Deklassierung des Meisters, als die Seeländer nach fünf Minuten mit 3:1 vorne lagen. Ein Weiler Timeout konnte die Euphorie etwas bremsen, doch die Gäste begannen erst in der zweiten Hälfte mit der Resultatkorrektur, als die Diessbacher zwei verletzungsbedingte Ausfälle zu beklagen hatten und die Energiereserven der übrigen Spieler immer stärker schwanden.
RHC Diessbach – RSV Weil am Rhein 4:7 (3:1)
Sporthalle. – 150 Zuschauer. – SR: Garcia/Minder.
Tore: 1. Wörner 0:1. 2. Kissling 1:1. 3. von Allmen 2:1. 5. Kissling 3:1. 28. Wenger 3:2. 28. Wörner 3:3. 30. Rodrigues 4:3. 46. Wenger 4:4. 47. Wenger 4:5. 49. Abraha 4:6. 50. Ingold 4:7.
RHC DIESSBACH: Rubin, Figueiredo; Schneider, von Allmen (1), Wegmüller, Arn, Kissling (2), Bandi, Rodrigues (1).
RSV WEIL AM RHEIN: Dietrich, Schmied; Werner, Ingold (1), Wenger (3), Wörner (2), Abraha (1), Kaul.
BEMERKUNGEN: Weil ohne Bross (gesperrt) und Guedelha (Urlaub).
em Montreux HC ist die Sensation im Cup-Halbfinale gelungen. Die ungeschlagenen Diessbacherinnen wurden bezwungen, auch dank deren zahlreichen Eigenfehler.
In der Neuauflage des Vorjahresfinals hatte Montreux deutlich weniger Druck und die viel besseren Nerven. Diessbach erzeugte dumme Fehler, die mit vier Toren bestraft wurden.
"Wir haben uns selber geschlagen", das war die ernüchternde Bilanz der enttäuschten Diessbacherinnen nach Spielende. Und tatsächlich, dumme Eigenfehler servierten Montreux die vier Tore des Abends. Schon früh ging das Heimteam nach einem Kullertor überraschend in Führung (4.), roch die Überraschung und machte die Gäste nervös. Die Seeländerinnen kamen immer besser ins Spiel und glichen durch Andrea Müller verdient aus (10.). Im Spielaufbau waren jedoch grosse Mängel ersichtlich und ein dummer Querpass in der eigenen Hälfte servierte Laure Wittwer die perfekte Konterchance. Die Nationalspielerin traf via Innenpfosten zum 2:1 und bestrafte die zweite Nachlässigkeit Diessbachs (18.). Noch vor der Pause glich Tanja Kammermann wieder aus. Ein Zuteilungsfehler in der MHC-Abwehr sorgte für unerwarteten Platz, mit einem satten Schuss bezwang sie die für dieses Spiel ins Tor zurückgekehrte Maeva Baumberger zum 2:2 (24.).
Blaue Karte entscheidet Spiel
Als Andrea Müller einen ersten schnellen Diessbacher Gegenstoss nach der Pause zum 2:3 hoch ins Netz setzte (27.), schien alles den erwarteten Verlauf zu nehmen. Doch die Gäste wurden ob des Vorsprungs statt ruhiger nur noch nervöser. Immer wieder suchten sie unnötige Zweikämpfe und wurden prompt dafür bestraft. Ein Ballverlust an der Bande führte zum Konter, Torfrau Selina Wegmüller konnte via Latte den ersten Schuss noch parieren, doch Catia de Almeida staubte schliesslich zum 3:3 ab (41.). Darauf standen beide Mannschaften wie unter Strom, keine wollte Fehler machen und doch gleichzeitig den Siegestreffer erzielen. Nach einem Foul von Esther Gilgen zückte Schiedsrichter Roman Gisler, etwas sehr hart, die direkte blaue Karte - die erste Verwarnung des Spiels. Catia de Almeida bedankte sich mit dem erfolgreich verwandelten direkten Freistoss und gleichzeitigen Siegestreffer (46.). In der Not kam auch Christine Schneider nach beinahe einem Jahr Verletzungspause zu ihrem Comeback. Sie sorgte nochmals für einige Aufreger, doch Montreux hielt bis zum Schluss dicht.
"On est en finale, on est on finale, ....", sangen die glücklichen Westschweizerinnen, die am 19. Juni 2010 die Möglichkeit zur Titelverteidigung haben. Mit Diessbach ist nach Friedlingen auch der zweite Favorit im Halbfinale an den eigenen Nerven gescheitert.
Montreux HC - RHC Diessbach 4:3 (2:2)
Salle du Pierrier. - 40 Zuschauer. - SR: Gisler.
Tore: 4. Wittwer 1:0. 10. Müller 1:1. 18. Wittwer 2:1. 24. Kammermann 2:2. 27. Müller 2:3. 41. de Almeida 3:3. 46. de Almeida 4:3.
MONTREUX HC: Baumberger, Ritchie; de Almeida (2), Iten, Lüthi, Gaëlle Pittier, Mélanie Pittier, Wittwer (2), Duarte, Biselx.
RHC DIESSBACH: Wegmüller; Tock, Müller (2), Simone Schneider, Gilgen, Kammermann (1), Christine Schneider, Gerber.
BEMERKUNGEN: 1x2-Minuten Diessbach. Diessbach ohne Perez und Moser.
Bittere Diessbacher Niederlage
Der RHC Diessbach erlitt am Samstag eine bittere Heimniederlage. Beinahe immer in Rückstand kämpften sich die Seeländer zweimal zurück und wurden dafür nicht belohnt.
Die Entscheidung fiel in der 48. Minute: Während eines Timeouts kurz vor Schluss erwirkt Genfs Kapitän Florian Brentini bei den Schiedsrichtern eine gelbe Karte gegen Simon von Allmen und eine
folgende Zeitstrafe. An eine Aufholjagd war für die Diessbacher nicht mehr zu denken, Frust machte sich breit und zwei weitere Spieler landeten äusserst diskutabel auf der Bank. In doppelter
Überzahl erzielten die Genfer das 4:6 (49.).
Die Gäste aus Genf hatten den Sieg nicht gestohlen, doch sie bangten bis zur entscheidenden Szene um die erste Saisonniederlage. Der Leader startete durch einen Ablenker von Florian Brentini in
der ersten Minute perfekt und als Roger Monroy einen Konter via Pfosten zum 0:2 abschloss (6.), schien die Partie entschieden. Diessbach zeigte fortan aber Tempohockey und drückte die Genfer in
die eigene Hälfte. Bis zur Pause gelang durch Kissling, Bandi und Rodrigues der verdiente 3:3-Ausgleich. Im zweiten Abschnitt gingen die Genfer im Powerplay glücklich in Führung. Monroy’s
misslungener Direktschuss wurde zum idealen Querpass für Forel, der nur noch einzuschieben brauchte (39.). Der abgeklärte Brentini brachte die Gäste mit einem Solo sogar 3:5 in Front (44.), doch
mit viel Kampfgeist verkürzte Stefan Bandi nochmals (47.). Es folgte die entscheidende Szene mit den zahlreichen Ausschlüssen mitten in der Diessbacher Druckphase.
Schon am kommenden Samstag geht es mit dem Heimspiel gegen den RSV Weil am Rhein für die Seeländer weiter.
RHC Diessbach – Genève RHC 4:6 (3:3)
Sporthalle. – 150 Zuschauer. – SR: Sommer/Grossniklaus.
Tore: 1. Brentini 0:1. 6. Monroy 0:2. 7. Kissling 1:2. 17. Brentini 1:3. 23. Bandi 2:3. 25 Rodrigues 3:3. 39. Forel 3:4. 44. Brentini 3:5. 47. Bandi 4:5. 49. Desponds 4:6.
RHC Diessbach: Figueiredo, Schneider, von Allmen, Wegmüller, Arn, Kissling (1), Bandi (2), Rodrigues (1), Rubin.
Genève RHC: Cavadini, Rossel, Ortola, Matter, Monroy (1), Forel (1), Desponds (1), Brentini (3), Jaquet, Schweizer.
Bemerkungen: 4x2-Minuten Diessbach, 1x2-Minuten Genf. Genf ohne Von Däniken.
Diessbach siegt in Thun
Es war keine Glanzleistung, doch die Diessbacher holten auswärts in Thun drei Punkte. Zwei Doppelschläge entschieden die Partie.
Bei frühsommerlichen Temperaturen zollten beide Mannschaften der Wärme in der Halle ihren Tribut. Diessbach legte mit viel Dampf los und sorgte durch Pascal Kissling für eine schnelle beruhigende
Führung (4./5.). Nach zehn Minuten mussten die Seeländer aber Tempo rausnehmen, zu sehr ging es an die Substanz. Die Gegenwehr der stark verjüngten Thuner war gering, auch wenn Daniel Mosimann
die Sterne nach einem Konter auf 1:2 heranbrachte (13.) und Michael Kriegel einen Penalty kurz vor der Pause verschoss.
Guter Start, zwei weitere Tore
Erst in der zweiten Hälfte kamen einige wenige Emotionen ins Spiel und Diessbach hatte Glück, dass ein Thuner Abschluss via Latte und Pfosten wieder aufs Spielfeld zurückprallte. Die Seeländer
starteten aber wieder gut und entschieden die Partie mit einem neuerlichen Doppelschlag durch Stefan Bandi (30.) und Kissling (32.) vor. Darauf nahmen die Gäste wieder etwas Tempo raus, was sich
als fataler Fehler erwies: Thunerstern, ohne viel Druck etwas zu verlieren zu haben, wurde gefährlicher und hatte einige gute Abschlüsse. Matthieu Pfenninger verkürzte noch auf 2:4, doch mehr lag
nicht drin. Diessbach hatte deutlich mehr Ballbesitz, scheiterte aber oftmals an einem guten Thuner Goalie Nils Hauert.
Dank des Sieges halten die Diessbacher den Kontakt an die ersten drei Ränge und sind aktuell Vierter. Der anvisierte Europacup-Platz, also die Top 5, rückt immer näher.
SC Thunerstern – RHC Diessbach 2:4 (1:2)
MUR-Halle. – 120 Zuschauer. – SR: Dutoit/Minder.
Tore: 4. Kissling 0:1. 5. Kissling 0:2. 13. Mosimann 1:2. 30. Bandi 1:3. 32. Kissling 1:4. 36. Pfenninger 2:4.
SC THUNERSTERN: Hauert, Pfenninger (1), Heger, Kohler, Kriegel, Mosimann (1), Gempeler, Fuhrer, Guldimann, Gurtner.
RHC DIESSBACH: Figueiredo, Schneider, von Allmen, Wegmüller, Arn, Kissling (3), Bandi (1), Rubin.
BEMERKUNGEN: Thunerstern ohne Müller und Röllin.
Der RHC Wimmis hat mit einem Blitzstart den Grundstein zum 5:4-Heimerfolg über Diessbach gelegt. Damit wiederfuhr den Seeländern das gleiche Schicksal wie in der Qualifikation.
Die Gäste waren in der zweiten Hälfte mehrheitlich am Drücker und kamen auf 4:4 zurück, doch ein unglückliches Eigentor passte in den rabenschwarzen Abend. Wimmis hingegen glänzte erneut mit eindrücklicher Effizienz und Schnörkellosheit.
In der Qualifikation führte Wimmis nach einer Viertelstunde mit 5:0, ähnliches zeichnete sich am Samstag ab. Diessbach kassierte einen gefährlichen Konter nach dem andern, was Beat Haldemann mit zwei Toren zu einer raschen Wimmiser Führung ausnützte (3./7.). Erinnerungen ans Quali-Szenario wurden geweckt. Erst nach einem Timeout mehrte sich der Ballbesitz der Gäste, Wimmis begann sich in die Verteidigung zurückzuziehen. Pascal Kissling entwischte seinem Gegenspieler nach einer Viertelstunde und wurde mustergültig angespielt, dazu überlistete der Topskorer Torhüter Christian Wasem nach einer Täuschung in der nahen Ecke (17.). Die Hoffnung war bei Diessbach zurück, doch Wimmis hatte die Antwort parat. Eine doppelte personelle Überzahl im gegnerischen Strafraum wurde schön ausgenutzt, der freigespielte Dominik Wirth musste nur noch ins leere Tor einschieben (20.). Der Schlusspunkt einer wilden ersten Hälfte mit vielen Gegenstössen auf beiden Seiten setzte Eduardo Rodrigues, welcher von Kissling perfekt bedient wurde (25.).
Zweiter Blitzstart
Wie schon in der ersten Halbzeit kam Wimmis geladen aus der Garderobe. Kaum angespielt zog Kilian Leuenberger aus der Distanz ab - und traf. Ricardo Figueiredo war durch zwei Spieler die Sicht verdeckt, der ansonsten harmlose Schuss liess das Heimteam auf zwei Längen davonziehen. Dieser Gegentreffer bewirkte bei Diessbach die Trotzreaktion. Tempo und Kombinationen im Angriffsspiel kamen auf, bei Wimmis herrschte phasenweise Unordnung in der Hintermannschaft. So sah Patrik Müller innert kürzester Zeit zweimal Gelb - Powerplay für die Gäste. Die Diessbacher spielten sich einige Abschlüsse raus, doch der Ball wollte irgendwie nicht an Wasem vorbei. Erst eine kuriose Hereingabe fand via Rollschuh eines Wimmisers den Weg ins Tor (34.). Lunte gerochen setzten die Gäste sofort nach, Hanes Wegmüller glich zum 4:4 aus (35.). In dieser Phase sorgte einzig Laurent Geiser für einige offensive Wimmiser Lichtblicke, doch das reichte. Sein versuchter Querpass ging Simon von Allmen unglücklich an die Stockspitze und von dort zum am Ende entscheidenden Treffer in die Maschen (40.). Wimmis zitterte danach einige Minuten kräftig, doch mit Händen und Füssen wehrte man sich im eigenen Strafraum erfolgreich gegen den drohenden Ausgleich.
Der RHC Wimmis hat mit seiner Konterstärke den Unterschied gemacht. Das Unvermögen der Gäste bei deren Chancenauswertung half in der Schlussphase tüchtig mit, doch die Berner Oberländer haben mit ihrer Effizienz und Geradlinigkeit den Sieg nicht gestohlen und damit den zweiten Zwischenrang zementiert.
RHC Wimmis - RHC Diessbach 5:4 (3:2)
Herrenmatte. - 120 Zuschauer. - SR: Graf/Garcia.
Tore: 3. Haldemann 1:0. 7. Haldemann 2:0. 17. Kissling 2:1. 20. Wirth 3:1. 25. Rodrigues 3:2. 26. Leuenberger 4:2. 34. Rodrigues 4:3. 35. Wegmüller 4:4. 40. Geiser 5:4.
RHC WIMMIS: Wasem, Schädeli; Müller, Gmür, Haldemann (2), Geiser (1), Leuenberger (1), Wenger, Althaus, Wirth (1).
RHC DIESSBACH: Figueiredo, Perret; Schneider, von Allmen, Wegmüller (1), Arn, Kissling (1), Rodrigues (2).
BEMERKUNGEN: 1x2-Minuten Wimmis. Wimmis ohne Häfliger (verletzt) und Pfähler; Diessbach ohne Bandi (gesperrt) und Rubin (Ferien).
Diessbach steht im Cupfinal
Auswärts in Biasca hat sich der RHC Diessbach mit einem 1:3-Sieg für den Cupfinal qualifiziert. Die Seeländer trotzten allen widrigen Voraussetzungen.
Mit einem Schrumpfteam ohne Coach und ohne Training, in der Diessbacher Sporthalle fand die Gewerbeausstellung statt und der Verein war für die Gastronomie zuständig, musste man kurzfristig im
Tessin zum Halbfinale antreten. Dazu kamen Stau am Gotthard und ein verlorenes Hinspiel in der Meisterschaft. Es drohte ein ähnliches Szenario, schon nach wenigen Sekunden prallte einer der
ersten Schüsse Biascas am weiteren Pfosten ab. Im wilden Hin und Her traf Topskorer Pascal Kissling dank gütiger Mithilfe der Bande zur Führung (5.). Die Tessiner griffen in der Folge schon früh
an und versuchten mächtig Druck auszuüben, doch die besseren Chancen hatten die Diessbacher. Einen „Flankenball“ verwertete Eduardo Rodrigues kurz vor der Pause zum beruhigenden Vorsprung von 0:2
(23.).
Penaltys und Unterzahlspiel überstanden
Jetzt wurden die Seeländer immer weiter in die eigene Zone gedrückt. Biasca suchte mit vielen Schüssen aus der Halbdistanz seinen bulligen Stürmer Cleto Ré zu lancieren. Doch dieser war perfekt
kaltgestellt und sah kaum einen Ball. Dafür traf der Italiener Amleto Francazio zum Anschluss und weckte die Tifosi (29.). Die Diessbacher Reaktion folgte sofort, Kissling profitierte von einem
schlechten Zuspiel auf der Mittellinie und erzielte das 1:3 (31.). In der Folge überstanden die Gäste alle heiklen Situationen, darunter drei Penaltys für Biasca und ein Unterzahlspiel.
Der RHC Diessbach hat sich mit dem Auswärtssieg für den Final am 19. Juni 2010 qualifiziert und wird in Friedlingen auf Titelverteidiger Weil am Rhein treffen. Eine Supporterfahrt ist
geplant.
RC Biasca – RHC Diessbach 1:3 (0:2)
Palaroller. – 150 Zuschauer. – SR: Jung/Lewis.
Tore: 5. Kissling 0:1. 23. Rodrigues 0:2. 29. Francazio 1:2. 31. Kissling 1:3.
RC BIASCA: Christian Ruggiero, Bergamelli; Giger, Ivan Ruggiero, Merenti, Greimel, Ré, Vanina, Rossi, Francazio (1).
RHC DIESSBACH: Figueiredo, Rubin; Schneider, von Allmen, Wegmüller, Kissling (2), Bandi, Rodrigues (1).
BEMERKUNGEN: je 1x2-Minuten. Biasca ohne Stadler; Diessbach ohne Arn und Coach Meier (beide Gewerbeausstellung).
Fehlpässe hier, Harmlosigkeit da. Es schien als würden zwei schwache Teams ein unbedeutendes Spiel bestreiten. Doch es handelte sich um den Rückrundenauftakt von Leader Diessbach.
Gegen ein sehr defensiv eingestelltes Vordemwald enttäuschte man mit einer hohen Fehlpassquote und schöpfte das grosse Potenzial nicht aus. Dafür ist der RSC Uttigen im Hoch und siegte zu Hause gegen Uri.
Diessbachs Absicht war es, die Partie sofort in die Hand zu nehmen und rasch eine Entscheidung herbeizuführen. Dieses Unterfangen existierte nur in der Theorie, denn die ultradefensiven Gäste aus Vordemwald schienen deutlich mehr Selbstvertrauen zu haben. Oder zumindest keinen Druck. So waren die Aargauerinnen beinahe häufiger vor dem Tor von Selina Wegmüller anzutreffen als der Favorit auf der andern Seite. Diessbach spielte lange sehr statisch, was in den gut gestaffelten Rhombus Vordemwalds keine wirklichen Lücken riss. Erst ein Hüpfer von Simone Schneider kurz vor dem nötigen Timeout brach den Bann (6.). Diessbach spielte leicht besser, doch schien man mit den jungen Mädels aus Vordemwald sehr viel Gnade zu kennen und verzichtete aus besten Abschlusspositionen auf den finalen Torschuss. Einzig Captain Tanja Kammermann traf zum längst fälligen 2:0 (15.).
Gerade in der ersten Hälfte wäre für Vordemwald mit etwas mehr Mut und Frechheit in der Offensive mehr dringelegen. Weil Diessbach in den zweiten 25 Minuten leicht besser ins Spiel fand, blieb es dann bei harmlosen Schüssen aus der Distanz. Das verstärkte Pressing des Meisters zeigte Wirkung und Diessbach konnte mit einigen Kontern ein Aufstellen des Abwehrbollwerkes verhindern. Esther Gilgen zeigte sich dabei als Scharfschützin mit zwei platzierten Toren (37./41.). Aber das Fehlpassszenario brach nicht ab, dem Zuschauer wurde eine magere Kost geboten. Kleines Ausrufezeichen zum Schluss war Vordemwalds Pfostenschuss in den letzten Sekunden des Spiels.
Uttigen im Hoch
Nach dem sensationellen Cuperfolg über Friedlingen zieht der RSC Uttigen seine Siegesserie gleich weiter. Die jungen Aaretalerinnen haben die gastierenden Urner Frauen mit 4:0 besiegt und sich bis mindestens am Wochenende den dritten Rang unter den Nagel gerissen.
RHC Diessbach - RHC Vordemwald 4:0 (2:0)
Sporthalle. - 60 Zuschauer. - SR: Grossniklaus.
Tore: 6. Simone Schneider 1:0. 15. Kammermann 2:0. 37. Gilgen 3:0. 41. Gilgen 4:0.
RHC DIESSBACH: Wegmüller; Tock, Müller, Simone Schneider (1), Perez, Gilgen (1), Kammermann (2), Gerber.
RHC VORDEMWALD: Barbara Graber; Madeleine Häfliger, Nathalie Häfliger, Alexandra Graber, Ellenberger, Kunz, Plüss, Lienhard, Moor.
BEMERKUNGEN: Diessbach ohne Christine Schneider und Moser (beide verletzt); Vordemwald ohne Kovats.
Sicher und ungefährdet siegte der RHC Diessbach im ersten Heimspiel der Finalrunde gegen die Gäste aus Montreux. Diese präsentierten sich ohne Ideen.
Die gefürchteten Konter der Westschweizer blieben meist aus und aus dem Spiel kamen wenige zündende Einfälle. Diessbach spielte druckvoll und kombinationssicher, nur die Chancenauswertung liess zu wünschen übrig.
Schon drei Mal in dieser Saison zog der Montreux HC den Kürzeren - auch am Samstag. Des Diessbacher Führungstreffers Vorgeschichte ist schnell erzählt, ein Montreusiens stürzte in der Ecke und Eduardo Rodrigues reagierte blitzschnell. Er tankte sich sofort von der Seite in den Strafraum, wurde nur halbherzig angegriffen und schob abgebrüht ein (5.). Die Diessbacher kontrollierten das Geschehen, einzig Jean-Marc Bianchis Paraden verhinderten einen höheren Pausenvorsprung. Die erste Grosschance der Gäste gehörte wenige Sekunden vor dem Ende Andrea Grassi als er beim Konter Stefan Bandi ausdribbelte, alleine vor Ricardo Figueiredo auftauchte und scheiterte.
Abgebrühtes Diessbach
Mit der nötigen Portion Glück eröffnete Andreas Münger den zweiten Abschnitt mit dem 1:1 (27.), er schoss von der Grundlinie den portugiesischen Goalie der Seeländer an und von dort prallte der Ball ins Netz ab. Doch die Reaktion der Gastgeber folgte sofort, im Gegenzug traf Pascal Kissling im Fallen in die hohe Ecke zum 2:1 (27.). Diessbach war läuferisch und spielerisch weiter überlegen, das 3:1 eine Frage der Zeit. Hanes Wegmüller profitierte dabei von schönem Zuspiel und hob den Ball gefühlvoll ins hohe Eck (34.). Montreux's Spielmacher Stefan Rubi fiel danach mit einer Platzwunde kurzfristig aus, was sich zusätzlich aufs Spiel der Westschweizer auswirkte. Ein Doppelschlag von Fabian Schneider und Stefan Bandi (46./47.) bedeutete die Entscheidung. Darauf konnte Diessbach noch in Überzahl spielen und kassierte per direkten Freistoss noch das 5:2 durch Grassi (48.).
In einer sehr fairen Partie hat sich mit Diessbach die spiel- und lauffreudigere Mannschaft verdient durchgesetzt. Dem Auftritt von Montreux fehlte der letzte Wille und teils der nötige Elan.
RHC Diessbach - Montreux HC 5:2 (1:0)
Sporthalle. - 150 Zuschauer. - SR: Grossniklaus/Gisler.
Tore: 5. Rodrigues 1:0. 27. Münger 1:1. 27. Kissling 2:1. 34. Wegmüller 3:1. 46. Schneider 4:1. 47. Bandi 5:1. 48. Grassi 5:2.
RHC DIESSBACH: Figueiredo, Rubin; Schneider (1), von Allmen, Wegmüller (1), Kissling (1), Bandi (1), Rodrigues (1).
MONTREUX HC: Bianchi, Oberson; Matti, Solioz, Rubi, Münger (1), Grassi (1), Jimenez, Perrochet.
BEMERKUNGEN: 1x2-Minuten Montreux. Diessbach ohne Arn (Junioren); Montreux ohne Binhan (verletzt), Kaufmann.
Marc Werner hat mit zwei Toren in der Schlussphase das Blatt für den RSV Weil am Rhein gegen den RHC Diessbach gewendet und den Titelverteidiger an den Seeländern vorbeiziehen lassen.
Bei den Weilern gab Wimmis-Leihgabe Pascal Ingold ein gelungenes Heimdebüt, ein Kracher von hinter der Mittellinie ans Lattenkreuz war seine stärkste Aktion.
Die Gäste aus Diessbach versuchten von Beginn weg mit einem Pressing Druck auf die zuletzt wankenden Weiler auszuüben. Diese Taktik zeigte sich als zu risikoreich, immer wieder konnten sich die cleveren Süddeutschen schnell nach vorne spielen und damit gleich mehrere Diessbacher ausser Gefecht setzen. So war der Führungstreffer nicht gestohlen, einen der vielen Konter versenkte Daniel Guedelha nach schönem Querpass locker (14.). Darauf nahmen sich die Gäste zurück und überliessen dem RSV Weil das Spieldiktat. Der amtierende Meister zeigte sich zwar ballsicher, aber plötzlich nicht mehr so gefährlich. Dafür konterten die Diessbacher, gerade Pascal Kissling scheiterte gleich mehrfach an Daniel Dietrich. Eduardo Rodrigues dagegen setzte sich im eins gegen eins durch und lupfte Dietrich den Ball gegen den Lauf noch übers Bein zum Ausgleich (19.).
Weil mit mehr Schwung nach 1:2
Der Portugiese in Diessbacher Diensten traf nach dem Seitenwechsel ein zweites Mal (32.). Dietrich vermochte den Schuss noch mit dem Stock zu stoppen, Schiedsrichter Roman Gisler stand aber gut und sah, dass die Kugel hinter der Linie lag. Jetzt war Weil gefordert und gab durch Pascal Ingold einen ersten Warnschuss ab. Sein Knaller von hinter der Mittellinie landete genau am Lattenkreuz. Die Diessbacher, welche zu wenig hoch standen, gerieten immer stärker unter Druck. Schüsse sorgten für Gefahr, die vorerst von Ricardo Figueiredo gebannt wurde. Schliesslich hatte Marc Werner noch seinen Stock im Spiel und fälschte eine Hereingabe erfolgreich ab (40.), die Schlussphase war lanciert. Der Weiler Youngster traf wie aus dem Nichts zum 3:2 (47.) und belohnte dafür die verstärkten RSV-Bemühungen. Diessbach versuchte nochmals zu reagieren, mehr zwingendes als ein gefährlicher Direktschuss von Stefan Bandi schaute nicht mehr raus.
Der RSV Weil am Rhein ist mit dem Heimsieg gut in die Finalrunde gestartet und grüsst mindestens für 24 Stunden vom zweiten Tabellenrang. Es fehlte zwar an offensiver Gefahr, doch hinten stand man meist gefestigt und liess nur wenige gefährliche Gelegenheiten zu.
RSV Weil am Rhein - RHC Diessbach 3:2 (1:1)
Nonnenholz. - 150 Zuschauer. - SR: Gisler/Lewis.
Tore: 14. Guedelha 1:0. 19. Rodrigues 1:1. 32. Rodrigues 1:2. 40. Werner 2:2. 47. Werner 3:2.
RSV WEIL AM RHEIN: Dietrich, Fritz; Werner (2), Ingold, Bross, Guedelha (1), Wenger, Wörner, Abraha, Kaul.
RHC DIESSBACH: Figueiredo, Rubin; Schneider, von Allmen, Wegmüller, Kissling, Bandi, Rodrigues (2).
BEMERKUNGEN: Keine Zeitstrafen. Diessbach ohne Arn.
Der RHC Diessbach hat im Viertelfinale den RHC Friedlingen im Rollerdrom eliminiert und dessen Hoffnungen auf einen Final in der eigenen Halle platzen lassen.
In der Partie mit 17 Toren wurde beste Werbung für den Rollhockeysport gemacht, es war nichts für schwache Nerven auf beiden Seiten. Auch Schiedsrichter Grossniklaus wäre um Unterstützung dankbar gewesen.
Die Vorgeschichte des Spiels: Diessbach besiegte Friedlingen in zwei Testspielen, die jeweils sehr hart und teils überhart geführt wurden. Entsprechend stand Schiedsrichter Markus Grossniklaus vor einer kaum lösbaren Aufgabe, die er nach bestem Wissen und Gewissen gut durchführte und die Karten gleichmässig verteilte. Ein zweiter Unparteiischer als Unterstützung wäre durchaus angebracht gewesen.
Das Spiel begann mit einem Blitzstart der Gäste. Ein Querpass von Simon von Allmen fand via einige Friedlinger Rollschuhe den Weg ins Tor (3.) und Pascal Kissling setzte gleich noch einen drauf (4.). Das Heimteam aus Friedlingen ist erstmals in einem Ernstkampf in Rückstand geraten, eine ungewohnte Situation. Angeführt von Sébastien Landrin kamen die "Dogs" nach zehn Minuten zurück, doch Diessbach's Kissling hatte mit einem Doppelschlag eine rasche Antwort parat (14./15.). Mit dieser Führung zogen sich die Seeländer plötzlich in der Verteidigung stark zurück und liessen die Scharfschützen Friedlingens aus nächster Nähe teils ungehindert abziehen. So prasselte ein Schussfeuerwerk auf RHCD-Keeper Ricardo Figueiredo nieder, Friedlingen traf in den letzten fünf Minuten der ersten Hälfte in der Phase der offenen Toren fünf Mal! Doch auch die Gäste skorten, so trafen Simon von Allmen per Penalty (23.) und Pascal Kissling zum zwischenzeitlichen 6:6.
Tor- und kartenreiche Schlussphase
In der Pause kam Lukas Rubin für Figueiredo bei Diessbach zwischen die Pfosten. Weil seine Vorderleute sich in der Kabine eines besseren besinnten und wieder deutlich höher standen, hatte Rubin bei seinem ersten Saisoneinsatz nach einer Verletzung deutlich weniger zu tun. Eine gute Viertelstunde plätscherte das Spiel dahin, dann läutete Tobias Mohr mit dem 8:6 (40.) die prickelnde Schlussphase ein. Die Härte im Spiel hatte jetzt Folgen, die Karten bedeuteten meist auch Zeitstrafen. Pascal Kissling verkürzte noch auf 8:7 (45.), danach sah der Friedlinger-Kapitän Mohr die blaue Karte. Rodrigues nutzte das Powerplay zum Ausgleich (47.) und Kissling schoss die Seeländer nach einem Konter wieder in Führung (48.). Es folgte der Restausschluss für Jordi Camps nach wiederholter Tätlichkeit und wenig später folgte ihm Rodrigues unter die Dusche (49.). Die müden Friedlinger versuchten in den Schlusssekunden nochmals alles, doch die Gäste hatten ihren Kasten mit schier tausend Beinen und Stöcken vermauert.
Der RHC Friedlingen ist nach dem sensationell starken Auftritt im Achtelfinal gegen NLA-Leader Genève nach wiederum starker Leistung an Diessbach gescheitert. Der NLA-Dritte nutzte die Friedlinger Abwehrschwäche gekonnt aus und stellte den "Dogs" eine Abwehr entgegen, wie sie Friedlingen bisher noch nicht aufgefunden hatte.
RHC Friedlingen - RHC Diessbach 8:9 (7:6)
Rollerdrom. - 250 Zuschauer. - SR: Grossniklaus.
Tore: 3. Bandi 0:1. 4. Kissling 0:2. 8. Landrin 1:2. 11. Mohr 2:2. 14. Kissling 2:3. 15. Kissling 2:4. 20. Camps 3:4. 21. Mohr 4:4. 23. Camps 5:4. 23. von Allmen 5:5. 24. Landrin 6:5. 24. Kissling 6:6. 25. Camps 7:6. 40. Mohr 8:6. 45. Kissling 8:7. 47. Rodrigues 8:8. 48. Kissling 8:9.
RHC FRIEDLINGEN: Sütterlin, Witte; Marcel Lugtenburg, Davi, Mohr (3), Behringer, Winkler, Landrin (2), Camps (3), Rémon Lugtenburg.
RHC DIESSBACH: Figueiredo (ab 26. Rubin); Schneider, von Allmen (1), Wegmüller, Arn, Kissling (6), Bandi (1), Rodrigues (1).
BEMERKUNGEN: je 2x2- und 1x4-Minuten.
Diessbach im Halbfinal
[Bilder]
Im Viertelfinale des Schweizer Cups hat der RHC Diessbach in einer dramatischen Partie in Friedlingen mit 8:9 den Einzug unter die besten Vier sichergestellt.
Friedlingen, bärenstarker NLB-Leader mit zwei Profis, welcher im Achtelfinale den NLA-Leader Genf gleich zweistellig aus dem Wettbewerb warf, verlor erstmals in der kurzen Vereinsgeschichte einen
Ernstkampf. Die Diessbacher legten einen Blitzstart hin und führten rasch, doch Friedlingen kam zurück. Nochmals zogen die Seeländer auf 2:4 weg, es folgten die turbulenten letzten fünf Minuten
der ersten Hälfte. Ganze sieben Tore wurden in dieser Phase erzielt, die Friedlinger gingen mit 7:6 in die Pause.
Starke Nerven, starker Schlussspurt
Für die zweite Hälfte fassten sich die Diessbacher wieder, die Verteidigung liess sich nicht mehr so weit zurückdrängen und stand höher. Deutlich weniger Schüsse kamen auf den Kasten, die Gefahr
wurde minimiert. Zwar gelang dem Heimteam noch das 8:6 (40.), doch in Überzahl folgte die Wende. Eduardo Rodrigues traf kurz vor seinem Platzverweis zum 8:8 (47.), Pascal Kissling sicherte mit
zwei Toren (45./48.) die Wende in Extremnis. Beim Spielerbestand von je drei Akteuren brachten die Diessbacher den Sieg ins Trockene und feierten darauf ausgelassen den Halbfinaleinzug.
Der RHC Diessbach hat starke Nerven bewiesen und den teils provozierenden Friedlingern mit Rollhockeyspiel die Stange gehalten und den Gastgeber des Cupfinals frühzeitig eliminiert.
RHC Friedlingen – RHC Diessbach 8:9 (7:6)
Rollerdrom. – 250 Zuschauer. – SR: Grossniklaus.
Tore: 3. Bandi 0:1. 4. Kissling 0:2. 8. Landrin 1:2. 11. Mohr 2:2. 14. Kissling 2:3. 15. Kissling 2:4. 20. Camps 3:4. 21. Mohr 4:4. 23. Camps 5:4. 23. von Allmen 5:5. 24. Landrin 6:5. 24.
Kissling 6:6. 25. Camps 7:6. 40. Mohr 8:6. 45. Kissling 8:7. 47. Rodrigues 8:8. 48. Kissling 8:9.
RHC Friedlingen: Sütterlin, Marcel Lugtenburg, Davi, Mohr (3), Behringer, Winkler, Landrin (2), Camps (3), Rémon Lugtenburg, Witte.
RHC Diessbach: Figueiredo (ab 26. Rubin); Schneider, von Allmen (1), Wegmüller, Arn, Kissling (6), Bandi (1), Rodrigues (1).
Bemerkungen: 2x2- und 1x4-Minuten (Camps) Friedlingen, 2x2- und 1x4-Minuten (Rodrigues) Diessbach.
Viel riskiert und nichts gewonnen
[Bilder Match] [Bilder Reise]
Die Damen des RHC Diessbach mussten sich im Rückspiel des Europacups in Portugal deutlich geschlagen geben. Nach einer guten ersten Hälfte gab es ein „Stängeli“.
Die Ausgangslage nach dem Hinspiel war gut, mit nur zwei Toren Rückstand reiste man zum UDC Nafarros. Auf der grossen Piste im hügeligen Hinterland von Lissabon knüpfte man in der Defensive an
die Leistung aus der Vorwoche an und liess den Kopf auch nach einem Gegentreffer nicht hangen. Kapitänin Tanja Kammermann brachte die Seeländerinnen mit einem schönen Schuss in die hohe Ecke
zurück. Ein knapper Rückstand zur Pause liess sich aber nicht verhindern.
Eiskalt bestraft
20 Minuten können reichen um ein Handicap von drei Toren aufzuholen und so wurde in der Pause auf Pressing umgestellt. Gegen die läuferisch besseren Portugiesinnen ging das brutal ins Auge.
Gerade die Silva-Schwestern, sie erzielten sechs der zehn Tore, nutzten kurze Unaufmerksamkeiten gnadenlos zu Toren aus, da nützte auch die offensive Steigerung der Diessbacherinnen wenig.
Immerhin gelangen vier Treffer, doch ein Stängeli konnte nicht verhindert werden. „Es zählt nur das Weiterkommen und daher mussten wir das Risiko eingehen“, so Trainer Simon von Allmen.
Diessbach ist mit dem Gesamtskore von 5:13 an Nafarros gescheitert und hat dabei während 60 von 80 Minuten mit den Portugiesinnen mitgehalten. Jetzt kann man sich wieder auf die nationalen
Wettbewerbe konzentrieren, in zwei Wochen wird in die Rückrunde gestartet.
UDC Nafarros (P) – RHC Diessbach 10:4 (2:1)
100 Zuschauer. – SR: Lopes (E)
UDC Nafarros: Alcaide (ab 35. Tavares); Lopes, Esteve, Diogo (2), Freire (2), Dominguez, Matos, Sónia Silva (2), Sandra Silva (4).
RHC Diessbach: Wegmüller (ab 31. Pascale Moser); Tock, Pérez, Simone Schneider, Gilgen (1), Müller, Kammermann (2), Christine Schneider, Gerber (1).
Bemerkungen: Keine Zeitstrafen. Diessbach ohne Fabienne Moser (verletzt).
Diessbach darf weiter hoffen
[Bilder]
Die Damen des RHC Diessbach haben das Heimspiel im Europacup mit 1:3 verloren, dabei aber eine beherzte Leistung vorab in der Defensive gezeigt. Fürs Rückspiel ist noch alles möglich.
Der Gegner aus Portugal, UDC Nafarros, reiste als ungeschlagener Leader der Süd-Gruppe ins Seeland und galt als entsprechend schwieriges Los. Mit einer gut funktionierenden Zonendeckung machten
die Diessbacherinnen den Gästen das Leben schwer, die erhofften Konter liessen zuerst noch auf sich warten. Mit den Silva-Schwestern hatte Nafarros zwei schuss- und laufstarke Spielerinnen, die
das Tor von Selina Wegmüller mächtig unter Druck setzten. Mehr als der Führungstreffer via Beinschoner und beide Pfosten schaute dank einer tadellosen Leistung der Torfrau und der
Verteidigerinnen aber nicht raus.
Offensive Steigerung
Im zweiten Durchgang blieb das Bild ähnlich: Nafarros spielte um das Diessbacher Viereck und das Heimteam lauerte auf Gegenstösse. Mit zunehmender Dauer erhielt Diessbach immer mehr
Gelegenheiten, doch zuerst erhöhte Sandra Silva mit einem verdeckten Schuss in die hohe Ecke auf 0:2. Diessbach blieb keine Antwort schuldig und verkürzte durch Esther Gilgen bald, wobei die
portugiesische Torhüterin keine gute Figur machte. Sónia Silva sorgte sieben Minuten vor Schluss fürs Endergebnis, denn Diessbach traf einmal das leere Tor nicht und vergab einen direkten
Freistoss.
Für das Rückspiel am kommenden Samstag in Nafarros ist für die Diessbacher Damen noch alles möglich. Sie müssen mit zwei Toren Differenz nach der regulären Spielzeit gewinnen um die Verlängerung
zu erzwingen.
RHC Diessbach – UDC Nafarros 1:3 (0:1)
Sporthalle. – 200 Zuschauer. – SR: Ferrari (I).
Tore: 5. Sandra Silva 0:1. 22. Sandra Silva 0:2. 26. Gilgen 1:2. 33. Sónia Silva 1:3
RHC Diessbach: Wegmüller, Tock, Pérez, Simone Schneider, Müller, Gilgen (1), Kammerman, Gerber, Pascale Moser.
UDC Nafarros: Alcaide, Lopes, Esteves, Diogo, Freire, Dominguez, Matos, Sónia Silva (1), Sandra Silva (2), Tavares.
Bemerkungen: Je 1x2-Minuten. Diessbach ohne Christine Schneider und Fabienne Moser (beide verletzt).
Der klare NLA-Tabellenführer RHC Diessbach hat letzte Woche personellen Zuwachs erhalten. Neu spielt die argentinisch-portugiesische Doppelbürgerin Laura Pérez für die Seeländer.
Nach einigen Jahren Rollhockeypause will sie in der Schweiz wieder spielen. Sie wird beim Leader keine dominierende Rolle einnehmen, aber eine dringend benötigte Ergänzungsspielerin sein.
Diessbach ist nicht auf dem Transfermarkt aktiv geworden, sondern die Spielerin meldete sich selbst. Als Physiotherapeutin im Spital von St-Imier im Jura suchte sie einen Rollhockeyverein in der Region Biel/Seeland und hat beim Schweizer Meister Unterschlupf gefunden. "Sie wird nicht eine tragende Stütze bei uns sein, aber jede Frau die Rollhockey spielen will, ist willkommen", urteilte Trainer Simon von Allmen nach der ersten Trainingseinheit.
Laura Pérez stammt ursprünglich aus der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires und besitzt noch den portugiesischen Pass. Vor ihrer Rollhockeypause spielte sie in Alfena und Nortecoope in Portugal. Dank ihrer Vielsprachigkeit mit spanisch, französisch, portugiesisch und englisch ist eine Verständigung mit den Mitspielerinnen gewährleistet.
Starke Nerven bewiesen
Der RHC Diessbach ist im Schweizer Cup ins Viertelfinale eingezogen. Auswärts beim Montreux HC setzte man sich nach 26 Sekunden in der Verlängerung durch.
Montreux als Gegner im Achtelfinale war ein brutales Los und eines von zwei NLA-Duellen zu diesem Zeitpunkt des Wettbewerbes. Diessbach war über die individuellen Stärken der Gastgeber informiert
und setzte früh zu einer starken Spielweise an. Doch die Tore wollten nicht fallen und so bestrafte Andreas Münger die Seeländer nach einem Konter mit dem Führungstreffer für die Einheimischen
(18.). Kurz vor der Pause kämpfte sich Pascal Kissling im gegnerischen Strafraum den Ball zurück und spitzelte ihn flach zum Ausgleich ins Tor (23.).
Kissling mit Golden Goal
Auch zu Beginn des zweiten Umgangs waren die Diessbacher noch besser, was mit dem erstmaligen Führungstor von Eduardo Rodrigues belohnt wurde (27.). Danach nahm das Tempo ab, der Ball lief
weniger sicher und man wirkte je länger desto ideenloser. So lagen die Diessbacher nach einem unglücklichen Gegentor fünf Minuten vor dem Ende plötzlich mit 4:3 in Rückstand. Mit der Brechstange
wurde der Ausgleich gesucht, doch ein schöner Pass von Kapitän Stefan Bandi auf Simon von Allmen brachte schliesslich das 4:4 (47.) und den Gang in die Verlängerung. Dort schnappte sich Kissling
nach 26 Sekunden bei Münger, der als hinterster Mann sich verdribbelte, den Ball und zog alleine auf Bianchi. „Ich habe nicht geschaut, wo ich hin schiesse“, war sein Kommentar, die Kugel landete
schön in der hohen Ecke.
Der RHC Diessbach hat damit die erste schwere Cup-Hürde übersprungen und ist noch drei Siege vor dem Cupsieg entfernt. Die Auslosung fürs Viertelfinale findet am 27. Februar 2010 statt.
Montreux HC – RHC Diessbach 4:5 n.V. (1:1, 4:4)
Salle de Pierrier. – 100 Zuschauer. – SR: Garcia.
Tore: 18. Münger 1:0. 23. Kissling 1:1. 27. Rodrigues 1:2. 30. Solioz 2:2. 32. Solioz 3:2. 32. Kissling 3:3. 45. Solioz 4:3. 47. von Allmen 4:4. 51. Kissling 4:5.
Montreux HC: Bianchi, Solioz (3), Jimenez, Rubi, Münger (1), Kaufmann, Matti, Perrochet, Grassi, Oberson.
RHC Diessbach: Figueiredo, Schneider, von Allmen (1), Wegmüller, Arn, Kissling (3), Bandi, Rodrigues (1), Rubin.
Bemerkungen: keine Zeitstrafen. Diessbach ohne Salzmann (Beruf) und Perret (überzählig).
Nicht der RSC Uttigen und auch nicht der RHC Diessbach vermochte mit feiner Rollhockeykost die Zuschauer in der Grüeneblätz-Halle zu überzeugen. Es war ein K(r)ampf auf biegen und brechen.
Am Ende hatten die Seeländer das glücklichere Ende auf ihrer Seite, vor allem weil sie sich cleverer verhielten und auch nach einem Rückstand nie aufgegeben haben.
Die Uttiger standen schon vor Spielbeginn als Teilnehmer der Auf-/Abstiegsrunde fest und mussten auf ihren Topskorer Thomas Wenger verzichten, der eine Sperre absass. Gleiches galt für den Topskorer der Diessbacher, Pascal Kissling musste zuschauen.
Schon ab Spielbeginn wurde klar, dass gerade die Gäste nicht ihren besten Tag erwischt hatten. Diessbach liess jegliches Kombinationsspiel vermissen und zeigte sich vor dem guten Remo Walther äusserst harmlos. Die Uttiger starteten spielerisch nicht besser, aber punkto Resultat. Patrick Saurer nutzte etwas Raum vor Figueiredo um diesen sehr abgebrüht zum Führungstreffer zu umspielen (6.). Immer wieder starteten die Aaretaler gefährliche Gegenstösse und mit einem harmlosen Schüsschen skorte der ehemalige Diessbacher Patric Wirth zum 2:0 (14.). Gleichzeitig nahm die Zahl der Stockschläge zu, die Karten wurden langsam verteilt. Ein Doppelschlag von Yunus Dinç und Thomas Walther sorgte vor der Pause für die scheinbare Vorentscheidung (21./24.).
Auferstehung Diessbachs
Die zweite Hälfte begann mit einem Überzahlspiel für die Diessbacher. Wenig lief, kaum eine Chance konnte kreiert werden. Als die Uttiger wieder komplett war, genoss Simon von Allmen plötzlich etwas Platz und legte auf Eduardo Rodrigues rüber, welcher den ersehnten ersten RHCD-Treffer erzielte (28.). Sofort doppelte Hanes Wegmüller mit einem missglückten Schussversuch leicht glücklich nach (30.), Diessbach war wieder im Spiel. Es folgte die Zeit der Karten: Zuerst kassierte Saurer seine dritte Gelbe und sah entsprechend Rot, doch Diessbach vergab das Überzahlspiel und Rodrigues kassierte sogar noch Blau. Nach überstandener Unterzahl folgte ein Doppelschlag von von Allmen und Wegmüller innert weniger Sekunden zum Ausgleich (39.). Ein rüdes Foul von Thomas Walther gab direkt Blau, den folgenden direkten Freistoss versenkte von Allmen mit einem satten Schuss (41.). Der Widerstand des Heimteams war damit gebrochen, der Frust gross und kurz vor Schluss sah Sandro Schaffer wegen Reklamierens sogar noch die direkte rote Karte, was hinsichtlich der wichtigen Cup-Partie gegen Dornbirn kein geschickter Schachzug war.
Der RSC Uttigen hat durch einen uncleveren Auftritt mit zu hartem Spiel im zweiten Durchgang einen sicher geglaubten Erfolg verspielt. Dazu hatten die Diessbacher das nötige Quäntchen Glück bei zwei Toren auf ihrer Seite. Sie zeigten sich cleverer bezüglich dem Zweikampfverhalten und brachten dadurch den Sieg in Extremnis ins Trockene.
RSC Uttigen - RHC Diessbach 4:5 (4:0)
Grüeneblätz-Halle. - 150 Zuschauer. - SR: Garcia/Lewis.
Tore: 6. Saurer 1:0. 14. Wirth 2:0. 21. Dinç 3:0. 24. Thomas Walther 4:0. 28. Rodrigues 4:1. 30. Wegmüller 4:2. 39. von Allmen 4:3. 39. Wegmüller 4:4. 41. von Allmen 5:4.
RSC UTTIGEN: Remo Walther, Langenegger; Lanz, Saurer (1), Dinç (1), Sandro Schaffer, Thomas Walther (1), Robin Schaffer, Frey, Wirth (1).
RHC DIESSBACH: Figueiredo, Perret; Schneider, von Allmen (2), Salzmann, Wegmüller (2), Bandi, Rodrigues (1).
BEMERKUNGEN: 3x2-Minuten und 2x4-Minuten Uttigen; 1x2-Minuten Diessbach. Uttigen ohne Wenger (gesperrt); Diessbach ohne Kissling (gesperrt), Arn (Schule), Rubin (Ferien).
Das Los sorgte bei der Auslosung des Damen-Europacup nicht überall für freudige Gesichter. Gerade Schweizer Meister Diessbach und den TuS Düsseldorf-Nord hat es happig erwischt.
Eine machbare Aufgabe erhielt der RHC Friedlingen und auch der RSC Cronenberg kann leise Hoffnungen auf die zweite Runde haben. Überraschend auf eine Teilnahme verzichtet, hat der CP Voltregà.
Schweizer Meister Diessbach trifft auf den Tabellenführer aus der portugiesischen Südgruppe UDC Nafarros und braucht für das angestrebte Weiterkommen zwei perfekte Auftritte. Noch stärker ist der Gegner des TuS Düsseldorf-Nord, welcher es mit Titelverteidiger Biesca Gijón in der zweiten Runde nach einem Freilos im ersten Durchgang zu tun bekommt.
Mit Viareggio hat der RHC Friedlingen die einzige italienische Mannschaft zugelost erhalten. Die Italienerinnen sind durchaus schlagbar und eine machbare Hürde. Auch der deutsche Tabellenführer RSC Cronenberg darf sich leise Hoffnungen gegen Mieres machen, das spanische Team liegt im Mittelfeld der OK Liga.
Voltregà und Nortecoope verzichten
Überraschend verzichtet der letztjährige Finalist CP Voltregà, welcher einen Grossteil der spanischen Nationalmannschaft im Kader hat, auf die Teilnahme am Europacup. Als Grund wird die geringe Konkurrenz angegeben. Ebenfalls nicht am Wettbewerb nimmt der portugiesische Serienmeister Fundaçao Nortecoope. Zwar kündigten die Portugiesen lauthals eine Teilnahme an, mussten aufgrund scheinbar finanzieller Sorgen aber doch die Segel streichen.
Qualifikation (27.02. und 06.03.2010):
| Spiel 1/5 | RHC Friedlingen (D) | - | SPV Viareggio (I) | |||||||
| Spiel 2/6 | CP Alcorcón (E) | - | HC Marco (P) | |||||||
| Spiel 3/7 | RHC Diessbach (CH) | - | UDC Nafarros (P) | |||||||
| Spiel 4/8 | RSC Cronenberg (D) | - | CP Mieres (E) |
Finalrunde in der Tasche
Der RHC Diessbach hat im letzten Heimspiel gegen die Wimmis die Finalrunde auch mathematisch gesichert und zieht zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte in die Top 6 der Schweiz ein.
Nach der schlechtesten Saisonleistung im Hinspiel hatte das Meier-Team noch eine Rechnung mit den Berner Oberländern offen. Und sie wurde beglichen. Wie die Feuerwehr starteten die Diessbacher
ins Spiel, schon nach wenigen Sekunden lenkte Hanes Wegmüller eine Hereingabe in die hohe nahe Ecke zur Führung (1.). Die intensive und hektische Startphase sah durch Pascal Kissling bald den
zweiten Treffer für die Diessbacher (4.), nur wenige Sekunden später verkürzte Laurent Geiser auf 2:1 (4.). Der RHCD-Topskorer Kissling markierte mit einem weiteren Doppelschlag die Tore 3 und 4
zur sehr frühen Vorentscheidung (6./7.). Wimmis blieb die Luft weg und konnte kaum reagieren, auch ein Timeout brachte nur minimale Besserung. Bis zur Pause stand es 5:2 für Diessbach.
Vorsprung erfolgreich verwaltet
Im zweiten Umgang nahmen die Hausherren etwas Tempo aus dem Spiel, drei Tore Differenz wollte man über die Zeit bringen. Kurz kamen die Gäste etwas ins Spiel, doch mehr als Weitschüsse lagen
selten drin. Ein starker Ricardo Figueiredo hielt dicht, auch eine Unterzahl überstand Diessbach schadlos. Das Heimteam war jederzeit Herr der Lage und verpasste es, das Skore bei hervorragenden
Gelegenheiten in die Höhe zu schrauben. Das herrliche 6:2 durch den Portugiesen Rodrigues via Latte und Pfosten bedeutete dann die Entscheidung (40.).
Mit dem Sieg im letzten Heimspiel der Qualifikationsrunde hat Diessbach die Finalrunde in der Tasche und punktemässig auf Rang 2 aufgeschlossen.
Matchtelegramm:
RHC Diessbach – RHC Wimmis 7:2 (5:2)
Sporthalle. – 140 Zuschauer. – SR: Graf/Dutoit.
Tore: 1. Wegmüller 1:0. 4. Kissling 2:0. 4. Geiser 2:1. 6. Kissling 3:1. 7. Kissling 4:1. 21. Rodrigues 5:1. 22. Geiser 5:2. 40. Rodrigues 6:2. 50. Kissling 7:2.
RHC Diessbach: Figueiredo, Schneider, von Allmen, Salzmann, Wegmüller (1), Arn, Kissling (4), Bandi, Rodrigues (2), Rubin.
RHC Wimmis: Wasem, Pfähler, Haldemann, Müller, Geiser (2), Leuenberger, Wenger, Althaus, Gmür, Sulzener.
Bemerkungen: 1x2-Minuten Diessbach. Diessbach ohne Perret (überzählig); Wimmis ohne Wirth (verletzt) und Häfliger.
Mangelnde Effizienz
Auswärts beim SC Thunerstern glänzten die Rollhockeyaner aus Diessbach gleich zweifach: Als grossartige Spielgestalter und Chancenvergeber.
Mit dem Wissen bei einem Sieg die Finalrunde auch mathematisch gesichert zu haben, trat der RHC Diessbach beim letztjährigen Vizemeister in Thun an. Relativ rasch gelang der Start in die Partie,
das Diktat wurde übernommen und man drängte die Hausherren in deren Verteidigungszone. Ein kleines Problem konnte aber nicht behoben werden: die Konteranfälligkeit. Immer wieder bot sich den
Thunern die Gelegenheit zum Gegenstoss, Raphael Röllin brachte die Sterne in Führung (16.). Nur wenig später wanderte Fabian Schneider etwas umstritten auf die Strafbank, im Boxplay schlug es bei
Diessbach nach wenigen Sekunden ein. Einen Querpass lenkte Simon von Allmen unglücklich ins eigene Tor ab (18.). Im Gegenzug liess man eine Überzahlsituation trotz Grosschancen ungenützt, der
Thuner Keeper Nils Hauert befand sich in grandioser Verfassung.
Mehr Entschlossenheit gefordert
Diessbach wollte endlich belohnt werden für seinen Grossaufwand. Topskorer Pascal Kissling nutzte sofort nach Wiederbeginn eine Hereingabe zum 1:2-Anschlusstreffer (27.), die Hoffnung war zurück.
Es folgte ein Anrennen erster Güte, doch Pässe auf den weiten Pfosten, Schüsse aus der Distanz oder schnelle Konter, alles blieb am starken Hauert hängen. Daniel Mosimann dagegen nützte einen
Fehler der Diessbacher eiskalt aus, von der Seite traf er gegen den Spielverlauf zum 3:1 für die Thuner (34.). Weil das Tor auf Seeländer Seite nicht fallen wollte, war das Spiel entschieden, das
vierte Gegentor nur noch Kosmetik.
„Diessbach hat stark aufgespielt“, zog Thun-Trainer Bruno Lehmann den Hut vor den Seeländern, doch bei diesen überwiegte der Frust der mangelnden Chancenauswertung und die Enttäuschung über die
Niederlage.
SC Thunerstern – RHC Diessbach 4:1 (2:0)
MUR-Halle. – 200 Zuschauer. – SR: Armati/Grossniklaus.
Tore: 16. Röllin 1:0. 18. Röllin (Ausschluss Schneider) 2:0. 27. Kissling 2:1. 34. Mosimann 3:1. 45. Röllin 4:1.
SC Thunerstern: Hauert, Heger, René Lehmann, Müller, Kriegel, Mosimann (1), Gempeler, Fuhrer, Röllin (3), Gurtner.
RHC Diessbach: Figueiredo, Schneider, von Allmen, Wegmüller, Arn, Kissling (1), Bandi, Rodrigues, Rubin.
Bemerkungen: 1x2-Minuten Thunerstern, 1x2-Minuten Diessbach. 50. Min. Rote Karte Schneider. Diessbach ohne Salzmann.
Für einmal hat nicht der produktive Angriff, sondern eine sattelfeste Verteidigung den Ausschlag für den Heimsieg des RHC Diessbach über Biasca gebracht.
Zwei gute Torhüter standen oft im Zentrum, wobei Pascal Stadler deutlich mehr Arbeit hatte. Einzig von Pascal Kissling liess er sich bezwingen, doch das reichte zur Entscheidung.
Die Biaschesi hatten nach der beschwerlichen Reise mit den Bedingungen in der Sporthalle zu kämpfen und so war der RHC Diessbach ab der Startminute dominierend. Hanes Wegmüller verpasste zwei Mal den Führungstreffer in den Startminuten. Die Seeländer hatten Biasca-Topskorer Cleto Ré sicher abgeschirmt, er kam nur zu wenigen Abschlüssen und praktisch keinem Ablenker, was den Ticinesi ihre stärkste Waffe nahm. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit konnten die Gäste von Konterchancen profitieren, weil Diessbach immer offensiver agierte. Schliesslich jubelte Miran Salzmann über den Führungstreffer, er hatte Pascal Stadler mittels Buebetrickli bezwungen. Doch der Ball kam zu schnell wieder aus dem Tor, der Treffer wurde zur Überraschung aller nicht anerkannt.
Zwei Tore von Kissling
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Geschehen. Diessbach spielte und machte mächtig Druck, Biasca wartete auf Gegenstösse. Nach einer hohen Hereingabe vor das Stadler-Gehäuse durfte schliesslich Eduardo Rodrigues jubeln, er hatte die Kugel volley ins Tor spediert. Der Portugiese stand dabei aber im Torraum, auch der zweite Seeländer Treffer wurde - diesmal korrekt - nicht anerkannt. Mit der Wut im Bauch sorgte schliesslich Pascal Kissling für die Führung, er konnte unbedrängt vors Tor fahren und den Ball unter die Latte setzen. Der Ausgleich folgte auf dem Fusse, Patrick Greimel traf nach einer Direktabnahme im Powerplay in der nahen Ecke zum 1:1. Biasca witterte sofort Morgenluft und wurde gefährlicher, die "Violetten" wollten das Hoch zur Führung ausnützen und brachten Emotionen ins Spiel. Diessbach konnte nach einer Schockminute das Spiel beruhigen. Die Entscheidung fiel darauf per Penalty: Simon von Allmen versenkte den Sechsmeter zwar nicht, doch Kissling den Nachschuss zum 2:1-Endstand.
Der RC Biasca zeigte sich aufsässig, konnte aber sein gefürchtetes Schuss-Ablenker-Spiel nicht aufziehen. Die beiden Protagonisten Amleto Francazio und Cleto Ré waren perfekt abgeschirmt. Mit den 22 Punkten ist der RHC Diessbach so gut wie sicher in der Finalrunde, für Biasca wird die Luft am Strich immer dünner.
RHC Diessbach - RC Biasca 2:1 (0:0)
Sporthalle. - 150 Zuschauer. - SR: Eggimann/Lewis.
Tore: Kissling 1:0. Greimel 1:1. Kissling 2:1.
RHC DIESSBACH: Figueiredo, Perret; Schneider, von Allmen, Salzmann, Wegmüller, Arn, Kissling (2), Bandi, Rodrigues.
RC BIASCA: Stadler, Christian Ruggiero; Ivan Ruggiero, Vanina, Giger, Ré, Francazio, Greimel (1), Merenti, Meroni.
BEMERKUNGEN: 1x2-Minuten Diessbach, keine Zeitstrafe Biasca. Diessbach ohne Rubin (überzählig).
Diessbach überwintert auf Rang 4
Mit einem überzeugenden Sieg über das besser platzierte Montreux haben sich die Diessbacher auf Rang 4 vorgearbeitet und die Westschweizer überholt.
Von der Startminute an bestimmten die Diessbacher das Tempo in der kühlen Sporthalle. Mit viel Laufarbeit und gelungenen Ballstafetten kamen die Seeländer bald zu ersten Grosschancen, konnten
diese vorerst aber nicht nützen. Mit einem einhändigen Dribbling mit „Tunnel“-Trick sowie abgebrüht vor dem Tor schoss Hanes Wegmüller die Diessbacher schliesslich in Führung (8.). Montreux blieb
weiter erstaunlich blass und konzentrierte sich auf die Abwehr. Der zweite Gegentreffer von Fabian Schneider liess sich trotzdem nicht verhindern (16.). Erst einen Konter schlossen die Gäste
gleich zum Anschluss ab (20.), doch via Pfosten hatte Topskorer Pascal Kissling eine rasche Antwort parat und schoss das 3:1 zur Pause raus.
4:2 als Vorentscheidung
Als Montreux nach dem Seitenwechsel leicht aggressiver auftrat und Andreas Münger den Diessbacher Goalie Ricardo Figueiredo mit einem Schuss in der nahen Ecke erwischte (30.), schwammen die
Hausherren kurze Zeit kräftig. Doch sie brachten wieder Ruhe ins Spiel und Kissling stocherte die Kugel schliesslich zum wichtigen 4:2 über die Linie (37.). Montreux versuchte in den
Schlussminuten ein wahres Schussfeuerwerk, vergass dabei aber Eduardo Rodrigues vor dem eigenen Tor. Der Portugiese, er hatte zuvor einige hochkarätige Chancen ausgelassen, traf zur Entscheidung
(48.).
Diessbach hat mit dem Sieg sein Polster auf den Strich weiter ausgebaut und steht knapp vor dem vorzeitigen Einzug in die Finalrunde. Auf Rang 4, punktgleich mit Wimmis auf Platz 3, verbringen
die Diessbacher die Festtage. Schon am 9. Januar 2010 steht das nächste Heimspiel auf dem Programm.
RHC Diessbach – Montreux HC 5:2 (3:1)
Sporthalle. – 150 Zuschauer. – SR: Armati/Dutoit.
Tore: 8. Wegmüller 1:0. 16. Schneider 2:0. 20. Münger 2:1. 22. Kissling 3:1. 30. Münger 3:2. 37. Kissling 4:2. 48. Rodrigues 5:2.
RHC Diessbach: Figueiredo, Schneider (1), von Allmen, Salzmann, Wegmüller (1), Arn, Kissling (2), Bandi, Rodrigues (1), Perret.
Montreux HC: Oberson, Matti, Aguilar, Skhligm, Grassi, Münger (2), Rubi, Solioz, Bianchi.
Bemerkungen: Keine Zeitstrafen. Diessbach ohne Rubin (Ausland); Montreux ohne Perrochet (krank), Jimenez (verletzt).
Diessbach deklassiert den Aufsteiger
Mit einem deutlichen 11:2-Sieg sind die Rollhockeyaner aus Diessbach von der Auswärtspartie bei Aufsteiger Dornbirn zurückgekehrt. Die Österreicher wurden in der zweiten Hälfte vorgeführt.
Nach der schlechten Leistung in Wimmis startete Diessbach mit viel Power ins Sechs-Punkte-Spiel in Dornbirn. Hanes Wegmüller eröffnete nach neun ausgeglichenen Minuten nach einem mustergültigen
Konter das Skore für die Seeländer, welche kurze Zeit später einen umstrittenen Ausgleich hinnehmen mussten (8.). Zwei Tore von Topskorer Kissling reichten zur Pausenführung gegen immer stärker
abbauende Dornbirner.
Schlussspurt zum hohen Resultat
„Druck auf den Ballführenden ausüben und schnell ein Tor schiessen“, war die Anweisung von RHCD-Coach Klaus Meier an seine Mannen in der Kabine. Diese agierten nach dem Seitenwechsel sehr sicher,
ein Doppelschlag von Bandi entschied die Partie frühzeitig (29./32.). Für die letzten vier Minuten wurde Tobias Arn eingewechselt, dem Junior gelang ein lupenreiner Hattrick nach jeweils
perfekter Vorlage von Kissling zu seinen ersten NLA-Toren.
Diessbach ist dank den drei Punkten der Finalrunde einen grossen Schritt näher gekommen und verbleibt in der Tabelle auf Rang 5. Die Damen haben die Vorrunde beendet und überwintern als
Spitzenreiter.
RHC Dornbirn – RHC Diessbach 2:11 (1:3)
Stadthalle. – 120 Zuschauer. – SR: Lewis/Dutoit.
Tore: 6. Wegmüller 0:1. 8. Schrattner 1:1. 15. Kissling 1:2. 19. Kissling 1:3. 29. Bandi 1:4. 32. Bandi 1:5. 42. Schneider 1:6. 47. Wegmüller 1:7. 48. Arn 1:8. 48. Witzemann 2:8. 49. Arn 2:9. 50.
Arn 2:10. 50. Wegmüller 2:11.
RHC Dornbirn: Wagner, Simcic, Kessler, Schwendinger, Geuze, Witzemann, Schrattner, Hammerer, Stockinger, Künz.
RHC Diessbach: Figueiredo, Schneider (1), von Allmen, Salzmann, Wegmüller (3), Arn (3), Kissling (2), Bandi (2), Rodrigues, Rubin.
Bemerkungen: Keine Zeitstrafen. Dornbirn komplett; Diessbach ohne Perret (überzählig).
Die Damen des RHC Vordemwald traten in Bestbesetzung an und demonstrierten erstmals die wahre Stärke. Allerdings half Diessbach dabei tüchtig mit einem verschlafenen Start mit.
Leader Diessbach bestimmte das Spiel über weite Strecken, trat dabei in der ersten Hälfte überhaupt nicht zwingend auf. Spricht da schon eine Prise von Selbstzufriedenheit mit?
Die Winterpause kommt für den RHC Diessbach zur richtigen Zeit. Bereits gegen Uri schien die Mannschaft in Selbstzufriedenheit sich zu sonnen, gegen das Tabellenschlusslicht wurde die Startphase ebenfalls eher verschlafen. Vordemwald stand gut in der Verteidigung, griff teilweise die Ballführende doppelt an und gewann viele Zweikämpfe. Gegenstösse resultierten daraus, schliesslich stand Nationalspielerin Stephanie Moor völlig ungedeckt vor dem RHCD-Tor, wurde von Madeleine Häfliger bedient und erzielte die Führung für die Aargauerinnen (12.). Wenig später glich Tanja Kammermann mit einem satten Schuss zum 1:1 aus (14.). Eine gute Torhüterleistung von Melanie Kovats bei Vordemwald hielt das Unentschieden zur Pause fest.
Zwischenspurt reicht zur Entscheidung
Mit einem Penalty begann die zweite Hälfte. Esther Gilgen übernahm die Verantwortung und schoss Diessbach mit 1:2 in Front (32.). Die Führung schien den Knoten bei den Seeländerinnen zu lösen, mit schnellem Passspiel wurden die Lücken in Vordemwalds Verteidigungsbollwerk besser ausgenutzt. Auf 1:4 zog Diessbach bis zehn Minuten vor Schluss davon, dann brachte Nathalie Häfliger die Aargauerinnen mit einem tollen Schuss in die hohe Ecke nochmals heran. Das Sahnehäubchen des Abends war der fünfte Treffer des Leaders. Via Gilgen und Kammermann kam der Ball zu Andrea Müller, welche nur noch einzuschieben brauchte und damit nach vielen vergebenen Chancen doch noch traf.
Der RHC Vordemwald hat mit kämpferischer Leistung, viel Verteidigungsarbeit und guten Paraden von Torfrau Kovats den RHC Diessbach gefordert und seine Stärken bewiesen. Können die Aargauerinnen an diese Leistungen anknüpfen, sind in den verbleibenden drei Spielen bis zur Pause durchaus Punkte möglich.
RHC Vordemwald - RHC Diessbach 2:5 (1:1)
Mehrzweckhalle. - 50 Zuschauer. - SR: Nägele.
Tore: 12. Moor 1:0. 14. Kammermann 1:1. 32. Gilgen 1:2. 34. Gerber 1:3. 37. Gerber 1:4. 41. Nathalie Häfliger 2:4. 48. Müller 2:5.
RHC VORDEMWALD: Kovats; Madeleine Häfliger, Nathalie Häfliger (1), Alexandra Graber, Kunz, Aeschlimann, Plüss, Lienhard, Moor (1).
RHC DIESSBACH: Wegmüller; Müller (1), Simone Schneider, Gilgen (1), Kammermann (1), Gerber (2).
BEMERKUNGEN: Vordemwald ohne Barbara Graber (krank); Diessbach ohne Christine Schneider, Moser (beide verletzt) und Tock (Beruf).
rh-news
Der RHC Wimmis hat an seine starke erste Hälfte aus dem CERS-Cup-Spiel gegen Igualada angeknüpft und den RHC Diessbach in der Startviertelstunde kalt geduscht.
Mit guten Kontern und Handgelenkschüssen aus der Distanz waren die Oberländer gefährlich, zeigten aber auch grosse Mühe mit dem neuen Regelwerk. Diessbach dagegen war ein Schatten seiner bisherigen Darbietungen.
Mit einem irregulären Tor, weil der Ball deutlich zu hoch war, eröffneten die Wimmiser mit dem ersten Angriff den Torreigen (1.). Auch der zweite Schuss sass, diesmal traf Dominik Wirth bei einem Konter vom Penaltypunkt in die tiefe Ecke (2.). Diessbach zog mit einem Timeout die Notbremse - aber nur für zehn Minuten. Dann traf Sebastian Pfähler via Gegenstoss (13.) und ein Doppelschlag von Althaus und Leuenberger entschied die Partie vorzeitig (18.). Die zu Hause so starken Diessbacher waren nicht ein laues Lüftchen, es herrschte Windstille! Keine Reaktion, man schien sich in die Niederlage zu fügen. Erst in Überzahl gelang Hanes Wegmüller wie aus dem Nichts der erste Treffer (23.) und plötzlich begann die Flamme wieder zu glühen. Kissling lenkte noch vor der Pause einen Pass von von Allmen leicht ab und markierte das zweite Gäste-Tor (25.), die Diessbacher rochen den Braten wieder.
2:2 in der zweiten Hälfte
Das Spiel war jetzt lanciert, die Seeländer drückten auf weitere Torerfolge. Nach dem Seitenwechsel durfte Diessbach noch einige Sekunden in Überzahl agieren, verpasste bei einigen Möglichkeiten das so wichtige dritte Tor. "Wer sie nicht macht, erhält sie", dieses Sprichwort traf zu als Kilian Leuenberger zum 6:2 skorte (33.). Martin Häfliger verwandelte darauf einen Sechsmeter für die Wimmiser souverän (40.), Diessbachs Portugiese Figueiredo sah nicht zum ersten Mal eher schlecht aus. Scheinbar geschlagen erhielt bei den Seeländern der Junior B Tobias Arn noch etwas Spielzeit, die Wimmiser schickten ihren Nachwuchsmann Silas Brand aufs Feld. Es gab mehr Platz und Eduardo Rodrigues verkürzte mit einem Schuss in die nahe hohe Ecke auf 7:3 (43.). Ein weiteres Überzahlspiel für Diessbach, diesmal sass Sebastian Pfähler auf der Strafbank, nutzte Simon von Allmen via Pfosten zum 7:4 (47.). Nochmals wurde ein Anlauf zu einer Aufholjagd unternommen, doch Wimmis schaukelte auch dank einem guten Christian Wasem das Spiel schliesslich souverän über die Zeit.
Die Berner Oberländer bleiben dank der drei Zähler nach Verlustpunkten auf dem dritten Rang. Für Diessbach, welches zeitweise mit der richtigen Einstellung und Motivation kämpfte, kommt eine zweiwöchige Meisterschaftspause nicht ungelegen.
RHC Wimmis - RHC Diessbach 7:4 (5:2)
Herrenmatte. - 120 Zuschauer. - SR: Grossniklaus/Lewis.
Tore: 1. Müller 1:0. 2. Wirth 2:0. 13. Pfähler 3:0. 18. Leuenberger 4:0. 18. Leuenberger 5:0. 23. Wegmüller 5:1. 25. Kissling 5:2. 33. Leuenberger 6:2. 40. Häfliger 7:2. 43. Rodrigues 7:3. 47. von Allmen 7:4.
RHC WIMMIS: Wasem, Sulzener; Brand, Häfliger (1), Müller (1), Geiser, Leuenberger (2), Pfähler (1), Althaus (1), Wirth (1).
RHC DIESSBACH: Figueiredo, Perret; Schneider, von Allmen (1), Wegmüller (1), Arn, Kissling (1), Bandi, Rodrigues (1).
BEMERKUNGEN: 3x2-Minuten Wimmis, keine Zeitstrafe Diessbach. Wimmis ohne Wenger, Haldemann, Gmür und Ingold; Diessbach ohne Salzmann (Ferien) und Rubin.
Im Bielertagblatt
Diessbach im Tiefschlaf erwischt
Der Rollhockeyclub Diessbach hat auswärts in Wimmis einen Dämpfer erlitten. Mit fünf Toren in den ersten 18 Minuten wurden die Seeländer für einen verschlafenen Start bestraft.
Es war nicht der Abend der Diessbacher. Schon nach wenigen Sekunden hing die Kugel nach einem irregulären Abschluss im Netz, der Treffer wurde fälschlicherweise anerkannt. Nur eine
Zeigerumdrehung später klingelte es erneut, Wirth schockte die Gäste mit einem Kontertor. Die Diessbacher konnten auch nach einem Timeout nicht reagieren, nach 18 kläglichen Minuten war das Spiel
beim Stand von 5:0 für die Oberländer entschieden. Zum Abend passte ein verschossener Penalty, erst im Powerplay gelang durch Hanes Wegmüller der erste Treffer. Dieser schüttelte die Seeländer
wach, Kissling verkürzte noch vor der Pause auf 5:2.
Junior Arn mit Plusbilanz
Motiviert kamen die Diessbacher aus der Kabine, doch die letzten Sekunden im Powerplay blieben trotz guten Chancen ungenutzt. Leuenberger und Häfliger, nach einem kopflos verschuldeten Penalty
von Torhüter Figueiredo, entschieden mit ihren Toren das Spiel definitiv. Nachwuchsspieler Tobias Arn durfte bei Diessbach noch ran – er machte seine Sache gut. Zwei Tore, durch Rodrigues und von
Allmen, schauten für die Seeländer in dieser Zeit raus. Trotz der Niederlage ist der dritte Rang zumindest bis am nächsten Wochenende gesichert.
Ebenfalls Startprobleme bekundeten die Frauen beim Tabellenschlusslicht aus Vordemwald. Erst in der zweiten Halbzeit erwachten die Diessbacherinnen und holten sich den standesgemässen 5:2-Erfolg.
Sie verabschieden sich als ungeschlagener Leader in die Winterpause.
RHC Wimmis – RHC Diessbach 7:4 (5:2)
Herrenmatte. – 120 Zuschauer. – SR: Grossniklaus/Lewis.
Tore: 1. Müller 1:0. 2. Wirth 2:0. 13. Pfähler 3:0. 18. Leuenberger 4:0. 18. Althaus 5:0. 23. Wegmüller 5:1. 25. Kissling 5:2. 33. Leuenberger 6:2. 40. Häfliger 7:2. 43. Rodrigues 7:3. 47. von
Allmen 7:4.
RHC Wimmis: Wasem, Brand, Häfliger (1), Müller (1), Geiser, Leuenberger (2), Pfähler (1), Althaus (1), Wirth (1), Sulzener.
RHC Diessbach: Figueiredo, Schneider, von Allmen (1), Wegmüller (1), Arn, Kissling (1), Bandi, Rodrigues (1), Perret.
Bemerkungen: 3x2-Minuten Wimmis; Wimmis ohne Wenger, Haldemann, Gmür und Ingold, Diessbach ohne Salzmann und Rubin.
Diessbach ausgekontert
Der RHC Diessbach hat erstmals zu Hause eine Niederlage einstecken müssen. Leader Genf konterte die Seeländer in der ersten Hälfte eiskalt aus.
Bislang waren die Diessbacher in der heimischen Sporthalle ein Stolperstein für alle Gäste. Und es sah erneut nach einem perfekten Abend aus: Kapitän Stefan Bandi erwischte nach gutem Start den
Gästekeeper mit einem Handgelenkschuss zur nicht unverdienten Führung für die Diessbacher. Die beiden Vizeweltmeister im Kader der Genfer, Désponds und Brentini, hatten eine rasche Antwort parat.
Mustergültig konterte das Duo nach Fehlern der Diessbacher und führte mit einem Doppelschlag die Wende herbei. Die Vorentscheidung? Pascal Kissling und Miran Salzmann setzten sich vor dem
gegnerischen Tor durch und bejubelten den Ausgleich. Doch der Leader legte vor der Pause mit zwei Toren nach, erneut kassierten die Seeländer zwei vermeidbare Gegenstösse.
Diessbach mit Steigerung
Mit dem Rücken zur Wand und ohne Druck zeigte Diessbach ein anderes Gesicht. Viel Laufarbeit, zahlreiche Pässe und plötzlich häuften sich die Torszenen. Immer wieder landete die Kugel an der
Torumrandung oder in den sich mit Händen und Beinen wehrende Genfer Hintermannschaft. Erst Simon von Allmen traf fünf Minuten vor dem Ende aus der Mitteldistanz zum Anschluss, die Zeit zur
Aufholjagd reichte nicht mehr. Ein verdienter Punkt wurde nicht gewonnen.
Problemlos durchmarschiert sind die Damen mit einem lockeren 6:0-Heimsieg über Schlusslicht Uri. Kaum gefordert liess man Gnade walten und verzichtete auf einen höheren Erfolg gegen die total
überforderten Gäste.
RHC Diessbach – Genève RHC 3:4 (2:4)
Sporthalle. – 200 Zuschauer. – SR: Armati/Gisler.
Tore: 9. Bandi 1:0. 11. Désponds 1:1. 12. Brentini 1:2. 17. Kissling 2:2. 22. Ortola 2:3. 24. Brentini 2:4. 45. von Allmen 3:4.
RHC Diessbach: Figueiredo, Schneider, von Allmen (1), Salzmann, Wegmüller, Arn, Kissling (1), Bandi (1), Rodrigues, Rubin.
Genève RHC: Schweizer, Thibault von Däniken, Ortola (1), Matter, Monroy, Rossel, Désponds (1), Brentini (2), Valérian von Däniken, Walker.
Bemerkungen: 1x2-Minuten Diessbach, 2x2-Minuten Genève; Diessbach ohne Perret.
Der RHC Diessbach bleibt zu Hause nach vier Spielen ungeschlagen und hat den teils offenen Schlagabtausch mit dem RSC Uttigen für sich entschieden.
Die Seeländer lagen nie in Rückstand und hatten mehr Spielanteile. Trotzdem blieben die Gäste aus Uttigen dank ihrer Effizienz lange in Reichweite und lauerten bis am Schluss auf einen Ausrutscher.
Das Spiel begann für den Gastgeber perfekt: Eine hohe Hereingabe von Pascal Kissling erwischte Stefan Bandi vor dem Tor ideal und brachte die Diessbacher nach 54 Sekunden in Front. Das gab Schwung und Selbstvertrauen, dank viel Laufarbeit und Passspiel wurden die Uttiger immer wieder überfordert. Doch die Leistung konnte nicht gehalten werden, immer langsamer wurden die Seeländer und Uttigen plötzlich gefährlicher. Mit Weitschüssen von Saurer und Ablenkern versuchten die Aaretaler ihr Glück. Ein Lapsus auf der Mittellinie nutzte Kissling aber zum erfolgreichen Solo und der 2:0-Führung (14.) aus. Mit diesem Vorsprung im Rücken liess sich Diessbach auf einen offenen Schlagabtausch ein und kassierte prompt durch einen Doppelschlag von Robin Schaffer den Ausgleich (19./21.). Postwendend gelang Kissling die Reaktion, sein Flachschuss rutschte Roman Langenegger zwischen den "Hosenträgern" durch (21.).
Uttigen gab nie auf
Auch im zweiten Abschnitt änderte sich am Bild wenig. Ging es bei Diessbach schnell, so war Uttigen überfordert. Da die Seeländer aber je länger je mehr Mühe bekundeten das Tempo hoch zu halten, tauchten die Gäste vermehrt gefährlich vor Figueiredo auf. Dieser hielt gut und als Bandi für das 4:2 sorgte (32.), schien die Partie vorentschieden. Ein Deckungsfehler erlaubte Thomas Wenger freistehend vom Penaltypunkt bald den Anschluss (37.), das Spiel war wieder offen. Wie schon am Samstag avancierte Hanes Wegmüller mit dem Gamewinner zum Helden. Er stocherte den Ball einhändig zwischen den Beinen von Langenegger durch und erzielte das 5:3, welches wenig später durch Rodrigues sogar erhöht wurde. Es folgte der Lapsus von Torhüter Figueiredo, er musste für zwei Minuten auf die Bank und Pascal Perret kam zu den erste NLA-Minuten dieser Saison. Der Altmeister parierte den fälligen Sechsmeter von Robin Schaffer erfolgreich und musste sich nur noch im Boxplay geschlagen geben. Obwohl die Uttiger nochmals ihre Chance witterten, hielt Perret seiner Mannschaft mit gelungenen Aktionen den Sieg fest.
Der RHC Diessbach hat dank der drei Punkte den Sprung auf Rang 3 geschafft und das Polster auf Rang 7 ausgebaut. Für Uttigen wirds schon bald knapp, die Aaretaler haben nach einem Drittel aller Qualispiele erst drei Zähler auf dem Konto.
RHC Diessbach - RSC Uttigen 6:4 (3:2)
Sporthalle, 180 Zuschauer, SR: Armati/Eggimann.
Tore: 1. Bandi 1:0. 14. Kissling 2:0. 19. Robin Schaffer 2:1. 21. Robin Schaffer 2:2. 21. Kissling 3:2. 32. Bandi 4:2. 37. Wenger 4:3. 44. Wegmüller 5:3. 48. Rodrigues 6:3. 48. Robin Schaffer 6:4.
RHC DIESSBACH: Figueiredo (ab 48. Perret); Schneider, Salzmann, Wegmüller (1), Arn, Kissling (2), Bandi (2), Rodrigues (1).
RSC UTTIGEN: Langenegger, Remo Walther; Dinç, Saurer, Frey, Sandro Schaffer, Thomas Walther, Robin Schaffer (3), Wenger (1), Wirth.
BEMERKUNGEN: Diessbach ohne von Allmen (gesperrt), Rubin (verletzt); Uttigen ohne Lanz.
Hier der Download zum Spiel gegen Thun (5:3) der im Bielertagblatt am Montag dem 16.11.2009 erschienen ist.
Der RHC Diessbach hat den Kampf der im Mittelfeld platzierten Equipen für sich entscheiden können und sich gegen den SC Thunerstern auf heimischer Piste durchgesetzt.
Die Entscheidung fiel zwei Minuten vor Schluss mit einem Doppelschlag, zuvor holten die Thuner zwei Mal einen Rückstand auf. Sie verpassten in der Startphase einen anderen Ausgang nur knapp.
Der Start ins Spiel war abwechslungsreich, wobei die besseren Chancen dem SC Thunerstern gehörten. Diessbach setzte zwar auch ein Zeichen und zeigte, dass man die drei Punkte zu Hause behalten wollte. Doch ein Rückhand-Weitschuss von Müller passte genau in die hohe Ecke, RHCD-Torhüter Figueiredo war die Sicht verdeckt (4.). Dieser parierte kurz darauf stark und hatte bei zwei Pfostenschüssen das nötige Glück auf seiner Seite. Thunerstern reklamierte einen zweiten Treffer, von den Zuschauerrängen war nicht ersichtlich, ob der Ball vom Pfosten oder dem Querbalken im Tor ins Feld zurücksprang. Das schien die Diessbacher zu wecken, ein Kunstschuss von Kissling brachte den Ausgleich (14.). Mit einem schnellen Gegenstoss doppelte Eduardo Rodrigues nach (18.). Der Vorsprung währte nur kurz, dann glich Daniel Fuhrer wieder aus (19.). Diessbach hatte jetzt mehr Spielanteile, es blieb allerdings beim 2:2 zur Pause.
Karten und Tore in der Schlussphase
Im zweiten Abschnitt fehlte den Seeländern nicht nur der gesperrte von Allmen, auch Stefan Bandi verabschiedete sich. Die Startsekunden noch in Überzahl, vermochten die Diessbacher die Gelegenheit zur Vorentscheidung nicht zu nützen und auch eine weitere Strafe der Thuner verstrich ungenutzt. Mit nur fünf Feldspielern vermochten die Seeländer den Druck aufrecht zu halten, Thunerstern legte seine Hoffnung in Gegenstösse. Pascal Kissling läutete mit dem 3:2 eine turbulente Schlussphase ein (45.). Er wanderte kurze Zeit später nach der zweiten gelben Karte selbst auf die Strafbank, Thun's Röllin brauchte in Überzahl nur wenige Sekunden um den Ausgleich in die nahe hohe Ecke zu markieren (46.). Bei gleichem Spielerbestand zeigte Hanes Wegmüller im gegnerischen Strafraum schliesslich Nervenstärke und bezwang einen guten Gurtner zur 4:3-Führung für die Einheimischen (49.). Noch in der gleichen Minute stürmten Miran Salzmann und Rodrigues alleine aufs Tor: ein Querpass, ein Direktschuss und die Entscheidung war gefallen. Thunerstern kassierte noch Blau und Rot und musste das Spiel mit zwei Feldspielern beenden.
Der RHC Diessbach hat deutlich mehr Engagement für die drei Punkte gezeigt und diese verdient gewonnen. Wenig hat allerdings zu Beginn der Partie gefehlt und Thunerstern wäre davongezogen und auch nach dem zwischenzeitlichen 3:3-Ausgleich lagen plötzlich alle Vorteile bei den Gästen. Diessbach hat sich mit den drei Punkten im vorderen Mittelfeld festgebissen, die Thuner sind unter den Strich gefallen.
RHC Diessbach - SC Thunerstern 5:3 (2:2)
Sporthalle, 120 Zuschauer, SR: Dutoit/Minder.
Tore: 4. Müller 0:1. 14. Kissling 1:1. 18. Rodrigues 2:1. 19. Fuhrer 2:2. 45. Kissling 3:2. 46. Röllin 3:3. 49. Wegmüller 4:3. 49. Rodrigues 5:3.
RHC DIESSBACH: Figueiredo, Rubin; Schneider, Salzmann, Wegmüller (1), Arn, Kissling (2), Bandi, Rodrigues (2).
SC THUNERSTERN: Gurtner, Hauert; Pfenninger, Heger, Müller (1), Kriegel, Wagner, Mosimann, Fuhrer (1), Röllin (1).
BEMERKUNGEN: Diessbach ohne von Allmen (gesperrt), Perret (verletzt); Thunerstern ohne Gempeler.
Die Damen des RSC Uttigen konnten Leader Diessbach kein Ei ins Nest legen. Die Seeländerinnen sind erstmals in dieser Saison ohne Gegentreffer geblieben.
Heiss auf das Spiel waren die Mädels aus Uttigen, doch am Ende blieb nur die Enttäuschung. Die gegnerischen Routiniers waren zu stark und nutzten ihre spielerische Stärke gekonnt aus.
Die Startphase der Partie gehörte den Gästen. Zuerst konnte Ramona Berchtold im Uttigen-Tor einige Male gut retten, gegen einen Abschluss von Andrea Müller blieb sie aber ohne Chance. Erst Mitte der zweiten Hälfte kamen die Uttigerinnen gefährlich auf, mit diversen Gegenstössen läuteten sie eine kleinere Sturmphase ein. Erst als Diessbach wieder mehr Kontrolle ins Spiel brachte und sich nicht mehr aufs Hin und Her einliess, war der Meister wieder überlegen. Die Gäste zeigten Geduld und liessen den Ball in den eigenen Reihen laufen. Sobald schnell von Verteidigung auf Angriff umgeschaltet wurde, bekundete Uttigen Probleme. Esther Gilgen nutzte einen Konter zum 0:2 und noch vor der Pause lenkte Cristina Gerber einen Pass vors Tor entscheidend ab.
Uttigen ohne Abschlussglück
Die Aaretalerinnen gaben sich keineswegs geschlagen, kassierten nach dem Wechsel aber schnell einen Rückschlag. Tanja Kammermann nahm ihnen mit dem 0:4 schnell den Wind aus dem Segel. Zwar kämpfte der RSC wacker weiter, produzierte gute Chancen. Trotzdem scheiterte man immer wieder an der guten Torfrau Selina Wegmüller und verpasste damit eine Aufholjagd. Diessbach seinerseits brauchte eine Viertelstunde, bis eine der möglichen Torchancen genutzt wurde. Kammermann traf zum 0:5 und Gilgen in der Schlussminute zum Resultat von 0:6.
Der RHC Diessbach bleibt in dieser Saison weiter ungeschlagen und hat erstmals keinen Gegentreffer kassiert. Uttigen zeigte sich kämpferisch und bezüglich Einsatz vorbildlich, blieb aber glücklos.
RSC Uttigen - RHC Diessbach 0:6 (0:3)
Grüeneblätz-Halle, 60 Zuschauer, SR: Gisler
Tore: 3. Müller 0:1. 17. Gilgen 0:2. 22. Gerber 0:3. 27. Kammermann 0:4. 44. Kammermann 0:5. 49. Gilgen 0:6.
RSC UTTIGEN: Berchtold; Tanja Senn, Künzi, Daniela Senn, Schertenleib, Seiler, Schranz, Scheer.
RHC DIESSBACH: Wegmüller; Tock, Müller (1), Simone Schneider, Gilgen (2), Kammermann (2), Gerber (1).
BEMERKUNGEN: Uttigen ohne Salvisberg (verletzt); Diessbach ohne Moser und Christine Schneider (beide verletzt).
Niederlage und Kartenfrust in Weil
Der Rollhockeyclub Diessbach konnte nach dem 1:1-Unentschieden am letzten Samstag in Weil nicht nachdoppeln und unterlag am Ende klar. Dabei waren die Seeländer lange Zeit im Spiel.
Nach dem Weil im Hinspiel grosse Mühe mit der Zonendeckung beklagte und sich durch die Woche entsprechend vorbereitete, versuchten die Diessbacher mit der Umstellung auf Manndeckung für eine
Überraschung zu sorgen. Dass gelang lange, erst ein Fehler auf der Mittellinie erlaubte den Weilern den Führungstreffer, welchen sie dank eines herrlichen Penalty von Sirak Abraha zur Pause auf
2:0 ausbauten.
Aufholjagd jäh gebremst
Die Diessbacher erholten sich erstaunlich gut vom Rückstand, im Powerplay nutzte Stefan Bandi die Überzahl zum Anschlusstreffer (34.). Sofort korrigierten die Weiler den Rückstand durch Marc
Werner, dank Pascal Kissling kamen die Gäste wieder heran (37.). Als der Nachschuss des Penaltys, den Rodrigues an den Pfosten setzte, auf der Linie von Marc Werner gerettet wurde, waren die
Seeländer nahe am Ausgleich. Es folgte der Auftritt der beiden Unparteiischen aus Thun, welche diverse Diessbacher diskutabel mit Zeitstrafen vom Feld schickten. In der unkontrollierten
Stimmung kassierte von Allmen von den Schiedsrichtern seines ex-Vereins die direkte rote Karte, auf Beschwerde des Gegners, und ist somit gegen Thun gesperrt. Kurios – aber nicht änderbar. Die
Partie war damit entschieden.
Besser machten es am Freitag die Damen, welche den bisher ungeschlagenen Herausforderer Friedlingen gleich mit 8:1 demontierten. Gelingt am Montag im Rückspiel die Perfektion des Doppelschlags,
so könnte eine kleine Vorentscheidung in der Meisterschaft fallen.
RSV Weil am Rhein – RHC Diessbach 7:2 (2:0)
Nonnenholz. – 200 Zuschauer. – SR: Sommer/Garcia
Tore: 6. Lain 1:0. 18. Abraha 2:0. 34. Bandi 2:1. 35. Marc Werner 3:1. 37. Kissling 3:2. 41. Wenger 4:2. 43. Abraha 5:2. 48. Wörner 6:2. 49. Marc Werner 7:2.
RSV Weil am Rhein: Furtwängler, Marc Werner, Lain, Bross, Frank Werner, Wenger, Wörner, Abraha, Kaul, Dietrich.
RHC Diessbach: Figueiredo, Schneider, von Allmen, Salzmann, Wegmüller, Arn, Kissling, Bandi, Rodrigues, Perret.
Bemerkungen: Weil ohne Guedelha; Diessbach ohne Rubin (verletzt).
6.11.2009 Der RHC Diessbach hat gestern Abend seinen Herausforderer Friedlingen regelrecht überrollt und die klare Differenz in der ersten Hälfte herausgespielt.
1:0 in der "Best-of-two"-Serie steht es, bereits am Montag treffen sich die beiden Mannschaften zum Rückspiel. Gewinnt erneut Diessbach, ist eine kleine Vorentscheidung in der Meisterschaft schon gefallen.
Beide ungeschlagenen Damen-Equipen standen sich gestern gegenüber, der gegenseitige Respekt war gross. Gerade bei Diessbach merkte man das reduzierte Training in den vergangenen Wochen aufgrund der Damen-EM deutlich, einige Frauen waren verunsichert. Entsprechend gehörten die Startminuten den Friedlingerinnen, welche durch Yvonne Philipp zu ersten Chancen kamen. Zwei Mal über die rechte Seite tankte sich der Kapitän durch, Wegmüller hielt den RHCD mit gelungenen Interventionen aber im Spiel. Friedlingen nahm früh sein Timeout (4.), denn in der Verteidigung musste man sich neuordnen und dem Spiel Diessbachs anpassen. Noch war der amtierende Meister nicht im Strumpf, ein Kontertreffer von Esther Gilgen aus mittlerer Distanz änderte aber plötzlich alles (9.). Mit viel Geduld wurde gespielt und kombiniert, Friedlingen lief immer wieder ins Leere und mit vier Toren innert fünf Minuten war das Spiel rasch entschieden.
Diessbach lässt nach, Friedlingen hält mit
Für die zweite Hälfte wurde Madita Pichol beim RHC Friedlingen durch Jennifer Maurer zwischen den Pfosten ersetzt. Gleichzeitig schraubte Diessbach einen Gang zurück und agierte deutlich weniger diszipliniert. Weil sich dadurch gerade in der Verteidigung Kontermöglichkeiten für Friedlingen ergaben, konnte Swantje Cuell-Oller den Ehrentreffer erzielen (33.). Auch darauf blieb Diessbach nicht mehr zwingend, zu gross war der Vorsprung um immer noch die gleiche Konsequenz aufs Feld bringen zu können. Erst nach einigen Minuten mit Problemen besannen sich die Seeländerinnen eines bessern und machten mit einem Doppelschlag durch Kammermann und Gilgen (46./47.) den Sieg im zweiten Umgang perfekt.
Diessbach ist ein wichtiger Heimsieg im Kampf um die Meisterschaft gelungen, Friedlingen kann die Scharte schon am Montag wieder auswetzen und nach Verlustpunkten mit Diessbach wieder gleichziehen.
RHC Diessbach - RHC Friedlingen 8:1 (6:0)
Sporthalle, 80 Zuschauer, SR: Arnold
Tore: 9. Gilgen 1:0. 13. Müller 2:0. 13. Kammermann 3:0. 15. Gilgen 4:0. 18. Kammermann 5:0. 25. Gilgen 6:0. 33. Cuel-Oller 6:1. 46. Kammermann 7:1. 47. Gilgen 8:1.
RHC DIESSBACH: Wegmüller; Tock, Müller (1), Simone Schneider, Moser, Gilgen (4), Kammermann (3), Gerber.
RHC FRIEDLINGEN: Pichol (ab 25. Maurer); Degen, Philipp, Cuell-Oller (1), Sassmann, Höhmann, Behnke.
BEMERKUNGEN: Diessbach ohne Christine Schneider (verletzt).
30.10.2009 Diessbach zementiert Heimstärke
Mit einem 1:1-Unentschieden gegen Meister Weil am Rhein hat der Rollhockeyclub Diessbach seine Heimstärke bewiesen, einen kleinen Coup gelandet und einen wichtigen Punkt im Kampf um die
Finalrunde gewonnen.
Ganze 34 Spiele der Ungeschlagenheit, so las sich die Bilanz von Doublegewinner Weil am Rhein. Dem haushohen Favoriten wollte man ein Bein stellen, doch vorab die taktischen Anweisungen erfüllen.
Noch in der Garderobe appellierte Kapitän Stefan Bandi an die Freude am Sport, diese wurde auf der Piste spürbar. Von Beginn weg hielten die Diessbacher nicht nur mit, sie hatten die besseren
Torchancen und standen einige Male kurz vor dem Führungstreffer. Weil kam mit der Zonendeckung überhaupt nicht klar und musste sich gegen die lauffreudigen Seeländer mit Fouls behelfen. So kam es
zum Powerplay – es dauerte nur wenige Sekunden. Stefan Bandi erwischte RSV-Goalie Dietrich auf der Stockhandseite mit einem Schuss von der Strafraumgrenze und schaffte die vielumjubelte Führung
(25.).
Im zweiten Durchgang verpassten die Diessbacher die Vorentscheidung, als der Weiler Enzo Lain des Feldes verwiesen wurde und man vier Minuten in Überzahl agieren konnte. Mit dem überstandenen
Boxplay im Rücken gewann Weil immer mehr an Fahrt, RHCD-Goalie Figueiredo rückte in den Mittelpunkt. Der Portugiese war ein starker Rückhalt, gegen einen Ablenker von Samuel Wenger (40.) blieb
aber chancenlos. Mit einem Schuss an die Latte hatte Diessbach am Ende Glück, auf der anderen Seite konnte Fabian Schneider einen Hüpfer in der letzten Sekunde nicht im leeren Tor
unterbringen.
Die Freude über den Coup gegen Weil, welches zwar weiter ungeschlagen, aber deutlich ins Schwitzen gebracht wurde, war gross. Vielleicht entscheidet gerade dieser Zähler im Kampf um die
Finalrunde.
RHC Diessbach – RSV Weil am Rhein 1:1 (1:0)
Sporthalle Diessbach – 150 Zuschauer – SR: Eggimann/Grossniklaus
Tore: 25. Bandi 1:0. 40. Wenger 1:1.
RHC Diessbach: Figueiredo, Schneider, von Allmen, Salzmann, Wegmüller, Arn, Kissling, Bandi (1), Rodrigues, Perret.
RSV Weil am Rhein: Stegmüller, Werner, Lain, Bross, Guedelha, Wenger, Wörner, Abraha, Kaul, Dietrich.
25.10.2009 Möglichkeiten aufgezeigt bekommen
Der RHC Diessbach hat auswärts in Genf seine Möglichkeiten aufgezeigt bekommen. Funktioniert die Verteidigung, sind gegen jeden Gegner Punkte drin. Fehler werden gnadenlos bestraft.
Noch nie hat Diessbach auswärts in Genf drei Punkte geholt. Im Kampf um die Finalrunde sind Zähler beim Meisterkandidaten Bonus, entsprechend ohne Druck konnte angetreten werden. Mit
mannschaftlicher Geschlossenheit stellte man eine gut funktionierende Verteidigung und lauerte, meist erfolglos, auf Gegenstösse. Ein starker Figueiredo hielt seinen Kasten bis auf einen Penalty
rein, Diessbach durfte in der Pause vom ersten Punktgewinn in der Calvinstadt träumen.
Mit dem Glauben an eine Sensation stieg man in den zweiten Abschnitt. Zwei kurze Aussetzer in der Verteidigung sowie Glück für die Genfer, das 2:1 fiel via beide Pfosten und den Rücken von
Figueiredo, kassierte Diessbach einen schnellen Doppelschlag (26./28.). Mit einem flach verwandelten Penalty brachte von Allmen die Seeländer nochmals heran (31.), doch die individuellen Fehler
in der Verteidigung nahmen zu. Zwar trat Diessbach offensiv gefährlicher in Erscheinung, dafür genossen die Hausherren auf der anderen Seite mehr Freiheiten und nutzten dies gnadenlos aus.
Dem RHC Diessbach fehlte ein bisschen das Wettkampfglück, sprich ein früher Torerfolg, sowie im zweiten Abschnitt die Geduld und mentale Stärke. Ziehen alle am gleichen Strick, so ist gegen jeden
Gegner ein Punkt möglich, individuelle Fehler werden von den Topteams aber schnörkellos ausgenutzt.
Genève RHC – RHC Diessbach 6:1 (1:0)
Queue d’Arve – 120 Zuschauer – SR: Grossniklaus/Graf
Tore: 5. Monroy 1:0. 26. Desponds 2:0. 28. Monroy 3:0. 31. von Allmen 3:1. 33. Brentini 4:1. 42. Valérian von Däniken 5:1. 48. Brentini 6:1.
Genève RHC: Cavadini, Thibault von Däniken, Ortola, Jaquet, Monroy (2), Matter, Desponds (1), Brentini (2), Valérian von Däniken (1), Walker.
RHC Diessbach: Figueiredo, Schneider, von Allmen (1), Salzmann, Wegmüller, Arn, Kissling, Rodrigues, Perret.
Bemerkungen: Genf ohne Infante, Diessbach ohne Bandi
18.10.09 Junioren C turnier in Vordemwald
Diessbach II - Vordemwald 1:15 (0:9)
Nicht gerade viel passte zusammen als nach 15 Sekunden bereits 1:0 für die Gastgeber aus Vordemwald stand. In Folge wurde es nicht gerade besser, die Seeländer Defensive glich einem vom Fuchs aufgeschäuchten Hühnerstall, nur gerade der 8. Jährige Dejan Schneider, zwischen den Diessbacher Pfosten, hielt was es zu halten gab und behielt die Seeländer so lange es möglich war im Spiel.
Nach der Halbzeit verbesserten sich die Jungen und Mädchen von Coach Rubin und konnten auch offensiv erste Akzente setzten, Vordemwald, insbesondere die vier Stammspieler waren aber einfach eine Klasse zu gut.
Diessbach I - Uri 2:5 (1:4)
Erster Schuss von der Mittellinie: 0:1. Und so ging es weiter, die Seeländer waren zwar rein optisch überlegen, doch die Innerschweizer konnten ihre Führung bis zur Pause auf ein konfortables 4:1 ausbauen. Danach hätte das Team von Coach Wyss aber noch genügend Chancen gehabt um das Spiel zu drehen, doch die mangelnde Effizients und das fehlerhafte Defensivverhalten verhinderten einen Sieg.
Diessbach II - Gipf-Oberfrick 1:21 (0:8)
Die Seeländer hatten nicht gerade viel zu melden gegen die Aargauer, doch am Ende viel das Resultat deutlich zu hoch aus. Nur gerade drei Spieler der Fricker waren nämlich fähig Tore zu schiessen, doch diese konnten die läuferisch, körperlich und spielerisch unterlegnen Diessbacher nicht aufhalten. Ausserdem: wiederum eine gute Leistung des Diessbacher Torhüters, dieses Mal stand Brajan Amstutz zwischen den Pfosten.
Diessbach I - Vordemwald 5:10 (4:5)
Nach 2. Minuten das 1:0 für die Seeländer. Das Spiel schien in den richtigen Bahnen zu verlaufen: 1:1, 2:1, 2:2, 3:2, 3:3, 4:3 immer konnten die Diessbacher wieder in Führung gehen. Doch vor der Pause der Schock: mit einem Doppelschlag gingen die Vordemwäldler in Führung. Nach der Pause kam es noch schlimmer, das mangelnde "Verteidigungswesen" der Diessbacher und eine eher fragliche Torhüterleisung gaben den spielerisch unterlgenen Vordemwäldlern die Chance auf 7:4 zu erhöhen. Nach dem zwischenzeitlichen 7:5 Anschlusstreffer brachen dann alle Dämme: 10:5.
17.10.09 Sich selbst geschlagen
[Bilder]
Der RHC Diessbach hat im dritten Meisterschaftsspiel die erste Niederlage erlitten. Auswärts bei Biasca kassierte man kurz nach der Pause die Vorentscheidung.
Einen Kaltstart erwischten die Seeländer im Tessin, symbolisch für die schneereiche Anfahrt mit Stau von eineinhalb Stunden vor dem Gotthard. Nicht eingelaufen betrat man das Feld und kassierte
sofort den ersten Gegentreffer. „Die Vorbereitung kam klar zu kurz“, war sich Coach Klaus Meier sicher. Der Biaschesi Cleto Ré mauserte sich erneut zum Torschreck und verwandelte beinahe jeden
Distanzschuss mit seinen brandgefährlichen Ablenkern. Zwei Mal vermochte Diessbach mit Toren von Kissling und Salzmann nochmals auszugleichen. Kurz vor der Pause die vorentscheidende Situation:
Zeitstrafe gegen Kissling ohne Vergehen, Unterzahl für die ersten 90 Sekunden im zweiten Durchgang.
Doppelschlag in der Schlussphase
Die Tessiner nutzten das Powerplay eiskalt aus, sechs Minuten vor Schluss versenkten die Hausherren die Tore zum 4:2 und 5:2. In dieser Phase zeigten sich die Unparteiischen nicht auf der Höhe
ihrer Aufgabe, viele kuriose Szenen mit aberkannten Penalties für die Gäste prägten das Spiel. Diessbach stellte sich allerdings nicht immer clever an. „Die Kommunikation in der Defensive war
schlecht“, so Meier. Eine Strafe gegen Kapitän Stefan Bandi – auf freundliches Nachfragen – brachte Diessbach wieder in Unterzahl. Da erfolgte die Reaktion, endlich Zug aufs Tor, endlich
Leidenschaft. Mit einem Shorthander liess Simon von Allmen die Hoffnungen aufleben, doch knapp zwei Minuten reichten nicht mehr zur Aufholjagd.
RC Biasca – RHC Diessbach 5:3 (2:2)
Palaroller – 120 Zuschauer – SR: Minder/Armati
Tore: 3. Ré 1:0. 4. Kissling 1:1. 5. Ré 2:1. 24. Salzmann 2:2. 26. Francazio 3:2. 44. Ruggiero 4:2. 46. Vanina 5:2. 48. von Allmen 5:3.
RC Biasca: Tatti, Giger, Ruggiero Ivan, Merenti, Greimel, Ré, Vanina, Merenti, Francazio, Stadler
RHC Diessbach: Figueiredo, Schneider, von Allmen, Salzmann, Wegmüller, Arn, Kissling, Bandi, Rodriguez, Perret
Bemerkungen: Biasca ohne Ruggiero Christian
10.10.09 Der Montreux HC zeigte sich im Vergleich zum Auftritt in Diessbach nur eine Woche später stark verbessert. Gecoacht von Alain Richard wurde der Hauptfehler aus der Vorwoche rasch erkannt.
Die Geschichte der Partie hat aber zwei andere Protagonisten: Pascale Moser beim ersten NLA-Spiel im Tor von Diessbach sowie das bemerkenswert starke Boxplay der Seeländerinnen.
Der Blick auf die Spielerbank der Frauen aus Diessbach zeigte Erstaunliches. Plötzlich schien man mit den grossen Nationen wie Spanien oder Portugal ebenbürtig, man hatte vier Offizielle dabei - nebst dem Trainer noch drei verletzte Spielerinnen. Auch bei Montreux ein neues Gesicht an der Bande: Alain Richard, Trainer der Schweiz beim sensationellen WM-Silber im Jahr 2007.
Er erkannte die Probleme der Westschweizerinnen bald und stellte die Abwehr um auf eine geschlossenere Formation. Zuvor bedankte sich Tanja Kammermann mit einem Schuss in die nahe Ecke aber für den Freiraum, welcher Montreux mit seiner offensiven Hintermannschaft bot (2.). In der Folge gab zwar Diessbach weiterhin den Ton an, allerdings kam Montreux ebenfalls zu gelegentlichen Gegenangriffen. Alles blieb an Pascale Moser, Torhüterin bei den Junioren B und erstmals für die kranke Selina Wegmüller auch in der NLA eingesetzt, hängen. Auch das Glück half mit, einige Male klebte der Ball an der Torumrandung.
Boxplay als Demonstration
Dass sich Diessbach mit den leicht ungewohnt schweren Bällen und dem Parkettboden schwer tat, war lange Zeit augenfällig. Erst das 0:2, erneut hatte Kammermann getroffen (33.), liess den Knoten platzen. Plötzlich spielten die Seeländerinnen wie verwandelt, das Verhalten im Boxplay stand exemplarisch dafür. Montreux kam bei nummerischer Überzahl zu keinem gefährlichen Torabschluss, ja, Diessbach dominierte und liess Ball und Gegner laufen. Da sah sich Richard gezwungen eine Auszeit zu nehmen, was zu einer Verschnaufspause führte.
Zwar nicht mehr mit einem Kantersieg, aber erneut verdient gewann der RHC Diessbach die zweite Partie der Saison gegen Montreux. Die Waadtländerinnen erinnerten aber wieder an eine Mannschaft und nicht an den Scherbenhaufen wie in den bisherigen Spielen gegen Friedlingen, Uri und in Diessbach.
Montreux HC - RHC Diessbach 0:2 (0:1)
Salle de Pierrier, 50 Zuschauer, SR: Minder
Tore: 2. Kammermann 0:1. 33. Kammermann 0:2.
MONTREUX HC: Baumberger, Iten, Mélanie Pittier, Gaëlle Pittier, Wittwer, de Almeida, Biselx
RHC DIESSBACH: Pascale Moser; Tock, Müller, Simone Schneider, Gilgen, Kammermann (2), Gerber
BEMERKUNGEN: Diessbach ohne Wegmüller (krank), Christine Schneider und Fabienne Moser (beide verletzt)
09.10.2009 Auszug aus dem Damentorschützenklassement:
PS: Das sind die Torschützen aller Klubs, nicht nur von Diessbach! Die Top 3!
| 1. | 14 | Kammermann Tanja | RHC Diessbach |
| 2. | 7 | Gilgen Esther | RHC Diessbach |
| 3. | 4 | Müller Andrea | RHC Diessbach |
| 4 | Schneider Simone |
RHC Diessbach |
Der RHC Diessbach hat das Heimspiel gegen seinen ehemaligen Erzrivalen, damals noch unter dem Namen Juventus und jetzt neu Montreux, gleich zweistellig gewonnen.
Im Vergleich zum Vorjahr sind die Westschweizerinnen bezüglich Klasse weniger dicht besetzt, was sich am gestrigen Abend ab der Startminute bemerkbar machte.
Nach der bitteren Heimniederlage gegen Uri reiste Montreux mental geknickt im Seeland an. Ohne die drei letztjährigen wichtigen Spielerinnen Voltzenlugel, Lüthi und Mora musste man gegen einen RHC Diessbach antreten, welcher mit drei problemlosen Siegen ideal in die neue Saison gestartet ist.
Mit der Startminute war klar, dass die Seeländerinnen einen guten Abend erwischten. Nichts von den üblichen Startschwierigkeiten, keine verunsicherten Gesichter, sondern entschlossene Kombinationen und Abschlüsse ab der ersten Sekunde. Spielten da noch Revanchegedanken vom verlorenen Cupfinal mit? Mit einem lupenreinen Hattrick führte Tanja Kammermann ihre Farben schnell in Richtung Sieg, Simone Schneider machte das Startfurioso mit dem 4:0 perfekt. Bis zu diesem Zeitpunkt war Montreux offensiv inexistent und sichtlich geschockt, das Tempo überforderte. Erst ein Penalty von Audrey Biselx, der perfekt in die hohe Ecke passte, löste den Knoten (12.). Diessbach wurde in der Verteidigungsarbeit mehr gefordert, ein weiterer Doppelschlag von Gilgen und Kammermann (18./19.) entschied das Spiel aber früh.
Montreux defensiv überfordert
Die Geschichte der zweiten Hälfte ist schnell erzählt: Diessbach zog sein Ding durch und kannte wenig erbarmen. Dabei zeigte sich Montreux in der Verteidigung teils heillos von der Rolle und liess seine Torfrau Baumberger ein ums andere Mal grässlich im Stich. Einzig Catia de Almeida stemmte sich in die hohe Niederlage und traf noch drei Mal. Bei Diessbach führten Gilgen und Kammermann ihr Team an, bis auf wenige Aussetzer zeigten die Seeländerinnen eine abgebrühte Performance - und dies ohne Andrea Müller und Christine Schneider.
Auch wenn Montreux nicht mehr die gleiche Stärke wie im Vorjahr besitzt, der Sieg sagt viel über die aktuelle Verfassung von Diessbach aus - sofern es mental stimmt. Kleine Notiz am Rande: Cristina Gerber traf für Diessbach erstmals seit über einem halben Jahr wieder in einem Meisterschaftsspiel und nähert sich in kleinen Schritten der damaligen Verfassung.
RHC Diessbach - Montreux HC 13:5 (7:2)
Sporthalle, 50 Zuschauer, SR: Dutoit
Tore: 3. Kammermann 1:0. 4. Kammermann 2:0. 8. Kammermann 3:0. 9. Simone Schneider 4:0. 12. Biselx 4:1. 18. Gilgen 5:1. 19. Kammermann 6:1. 21. Iten 6:2. 22. Gilgen 7:2. 28. Gerber 8:2. 37. de Almeida 8:3. 39. de Almeida 8:4. 40. Kammermann 9:4. 43. Gilgen 10:4. 43. Kammermann 11:4. 46. Gilgen 12:4. 47. Kammermann 13:4. 48. de Almeida 13:5.
RHC DIESSBACH: Wegmüller; Tock, Simone Schneider (1), Moser, Gilgen (4), Kammermann (7), Gerber (1)
MONTREUX HC: Baumberger; de Almeida (3), Gaëlle Pittier, Mélanie Pittier, Wittwer, Biselx (1), Iten (1)
BEMERKUNGEN: Diessbach ohne Müller (Ferien), Christine Schneider (verletzt); Montreux ohne Ritchie
Der RHC Diessbach war am Samstag die clevere und abgebrühtere Mannschaft als die Einheimischen aus Montreux. Konter des Gegners wurden vermieden, die Weitschüsse von Figueiredo pariert.
Es war bereits ein Sechs-Punkte-Spiel im Kampf um die Finalrunde, gehören doch beide Teams zu den Anwärtern auf die Top 6. Die Ausgangslage vor Beginn war spannend, beide feierten zum Saisonauftakt einen Heimsieg über Dornbirn.
Bei Montreux sind im Vergleich zum Startspiel der Internationale Stefan Rubi sowie der Franzose Bihan zurückgekehrt. Nach einer kurzen Phase des Abtastens weckte Rubi Diessbachs Schlussmann mit einem Rückhandschuss. Auf der Gegenseite nützte Pascal Kissling die erste Chance zur Führung, unglücklich lenkte Solioz die Hereingabe ins eigene Tor ab (4.). In der Folge war Diessbach zeitweilig besser, Wegmüller markierte mit einem Solo die schnelle 0:2-Führung (8.). MHC-Coach Aguilar reagierte mit einem Timeout und weckte Montreux auf. Immer besser funktionierte das Kombinationsspiel der Westschweizer, zu mehr als Distanzschüssen reichte es aber kaum gegen die gut gestaffelte Diessbacher Abwehr.
Heisser Tanz zum Schluss
Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit war Montreux in nummerischer Überzahl, doch Diessbach war mehr als die Hälfte der zwei Minuten in Ballbesitz und kam ohne grosse Sorgen über die Zeit. Kissling machte es auf der Gegenseite besser, einen Gegenstoss versenkte er in den Maschen (36.). Weil die Diessbacher intelligent nicht immer den direkten Weg aufs Tor suchten und sich nicht aus der Verteidigung locken liessen, begann Montreux je länger je mehr trotz mehr Ballbesitz zu verzweifeln. Gemecker auf der Piste gegen eigene Mitspieler und die Schiedsrichter zeugte davon. Erst die zweite Powerplay-Chance nutzte Grassi zum ersten Tor und läutete damit eine heisse Schlussphase ein. Figueiredo bekundete mit den zahlreichen Distanzschüssen wenig Probleme, die Verteidigung räumte gut auf. Erst acht Sekunden vor Schluss verkürzte Perrochet aus dem Gestocher auf 2:3, allerdings zu spät.
Während die Diessbacher den für sie wichtigen Sieg feierten, kassierte Marc Solioz aufgrund von Reklamierens nach Spielende noch die rote Karte. Am Ende hat nicht jene Mannschaft gewonnen, die mehr Ballbesitz hatte, dafür aber deutlich abgebrühter und cleverer agierte.
Montreux HC - RHC Diessbach 2:3 (0:2)
Salle du Pierrier, 70 Zuschauer, SR: Eggimann und Garcia
MONTREUX HC: Oberson, Bianchi; Grassi (1), Jimenez Gaël, Jimenez Jonas, Solioz, Bihan, Perrochet (1), Matti, Rubi
RHC DIESSBACH: Figueiredo, Perret; von Allmen, Salzmann, Wegmüller (1), Arn, Kissling (2), Bandi
BEMERKUNGEN: Montreux ohne Münger (verletzt); Diessbach ohne Rubin (verletzt) und Schneider (beruflich)
27.09.09 Der RHC Diessbach überrollt Vordemwald. Die Aargauerinnen hofften im Seeland auf die Fortsetzung ihrer positiven Startserie, machten mit einem deutlich höheren Tempo der Hausherrinnen aber schlechte Erfahrungen.
Meister Diessbach, zum wiederholten Mal nicht in Bestbesetzung, hatte zwar einige Startschwierigkeiten, konnte sich darauf aber steigern und sich ungefährdet durchsetzen. Auch das Duell der Freundinnen war eine einseitige Sache.
"Duell zwischen Freundinnen" titelte rh-news.com am Freitag. Aus einem Duell wurde nichts, es war eine einseitige Angelegenheit für Tanja Kammermann beim RHC Diessbach gegen die Freundinnen aus Vordemwald-Zeiten. Zwar merkte man der Nationalspielerin genauso wie dem Rest der Meistertruppe in der Startphase eine gewisse Nervosität und Verunsicherung an, spielte Vordemwald doch nicht im konventionellen Viereck, sondern Rhombus. Nach einem Timeout kehrte etwas Ruhe zurück, zwei Tore von Andrea Müller (9./15.) sorgten für eine sichere Führung. Bei Vordemwald wehrte man sich anfangs mit den Topleuten gut, brach aufgrund des hohen Tempos aber ein und zeigte sich offensiv sehr harmlos. Bis zur Pause zog Diessbach auf 4:0 davon.
Ehrentreffer doch gelungen
Auch ein Torhüterwechsel brachte bei Vordemwald keine Besserung. Diessbach spielte mit allen Frauen und musste trotzdem nicht zittern. Das RHCV-Trainerduo Göttmann/Leuenberger forderte von seinen Frauen mehr offensiv zu agieren, lief dadurch aber immer wieder in den Hammer der Gastgeberinnen. Kovats wehrte sich tapfer, konnte aber dem Schussfeuerwerk auch nicht auf Ewigkeit widerstehen. Ein Doppelschlag von Kammermann und Müller brachte die definitive Entscheidung (30.). Erst in der 45. Minute wurden die Bemühungen und der Einsatz Vordemwalds mit dem Ehrentreffer durch Nathalie Häfliger belohnt.
Der RHC Vordemwald erhielt in Diessbach eine Lehrstunde bezüglich Tempo und fügte sich relativ rasch in die Niederlage. Diessbach dagegen führt die Meisterschaft noch ungeschlagen an.
RHC Diessbach - RHC Vordemwald 8:1 (4:1)
Sporthalle, 50 Zuschauer, SR: Arnold
RHC DIESSBACH: Wegmüller; Tock, Müller (3), Schneider Simone, Moser, Gilgen (2), Kammermann (3)
RHC VORDEMWALD: Graber B. (ab 25. Kovats); Häfliger Madeleine, Häfliger Nathalie (1), Graber A., Kunz, Aeschlimann, Plüss, Lienhard, Moor
BEMERKUNGEN: Diessbach ohne Gerber (Beruf), Schneider Christine (verletzt)
27.09.09 Anlässlich der gestrigen Delegiertenversammlung des Schweizerischen Rollhockeyverbandes (SRHV) ist Klaus Münger nach vier Amtsjahren durch Willi Braun als neuer Präsident abgelöst worden.
Der Rest des bisherigen Vorstandes wurde für eine weitere Amtsperiode bestätigt. Als neuer Finanzchef wurde Kurt Sterchi in das Zentralkomitee gewählt.
Willi Braun ist im schweizerischen Rollhockeysport kein Neuling, er kennt den "Töff". Als ehemaliger Präsident des RHC Diessbach verfügt er über Erfahrung im Metier eines "Vorstehers".
Der abgewählte Klaus Münger bleibt dem SRHV erhalten, er wird neu in die Rolle des Geschäftsführers schlüpfen. Nebst dem neugewählten Finanzchef Sterchi, welcher einige Baustellen vor sich hat, wurde auch die neue Einzelrichterin, Frau Cornelia Sinzig, bestimmt. Auch sind im Verbandsgericht einige neue Gesichter mit Vincent Del Pedro, Jakob Kaiser und Werner Stalder.
1909.09 Nach dem peinlichen Punktverlust im Frühling hat sich gestern der RHC Diessbach in Uri für diesen Ausrutscher rehabilitiert und drei wichtige Zähler souverän über die Zeit gebracht.
In der Verteidigung gegenüber dem Startspiel gegen Uttigen stark verbessert, hatte man das Spiel im Griff. Kleines Erfolgserlebnis für die Urnerinnen: Sie erzielten ihr erstes Saisontor.
Der RHC Uri hat nach der erfolglosen letzten Spielzeit wieder umgestellt von Manndeckung auf Viereck. Damit wollte man versuchen den Angriffsversuchen der Seeländerinnen Paroli zu bieten. Diese spielten in der ersten Halbzeit relativ sicher auf, betrieben viel Laufarbeit. Der Führungstreffer gelang schliesslich Simone Schneider. Sie profitierte von der Vorarbeit von Kapitänin Kammermann, welche von hinter dem Tor auftauchte und quer legte, Schneider musste nur noch einschieben. Das 0:2 erzielte schliesslich Esther Gilgen nach einem Abpraller. Uri war im ersten Durchgang nur mit seltenen Gegenstössen gefährlich, nichts erinnerte an das Spiel im Frühling.
Uri beinahe mit Comeback
In der Pause stellte Diessbach um auf statisches Passspiel, was erfolgreicher war. Immer wieder Chancen, immer wieder kein Tor. Schliesslich traf Kammermann mittels Volley, einen Abpraller verwertete sie direkt aus der Luft. Es folgte eine Phase, da ging das Spiel hin und her, prompt schaute für Uri ein Penalty heraus. Dieser wurde eiskalt versenkt und nur wenig später schoss Adina Briker aus dem Gewühl aufs Tor, RHCD-Torfrau Wegmüller wurde dabei glücklich an der Fanghand angeschossen. Sie parierte schliessilch 20 Sekunden vor der Schlusssirene einen weiteren Penalty, ein Comeback für Uri war nicht mehr möglich.
Diessbach ist damit mit sechs Punkten aus zwei Spielen fehlerfrei in die neue Saison gestartet. Uri dagegen liegt bereits wieder am Tabellenende, auch wenn am Samstag das erste Tor der neuen Spielzeit gelang.
RHC Uri - RHC Diessbach 1:3 (0:2)
Rollhockeyhalle Seedorf, SR: Minder
RHC URI: Arnold; Fedier, Briker, Bilger, Faustinelli, Schuler, u.w.
RHC DIESSBACH: Wegmüller; Tock, Müller, Schneider Simone (1), Moser, Gilgen (1), Kammermann (1)
BEMERKUNGEN: Uri ohne Zgraggen (verletzt); Diessbach ohne Schneider Christine (verletzt), Gerber (Privat), Odermatt und Wipf (nicht im Aufgebot)
19.09.09 Start geglückt, Pflicht erfüllt
Der Rollhockeyclub Diessbach hat sein Startspiel gegen Aufsteiger Dornbirn mit 3:1 für sich entscheiden können. Dabei haderten die Seeländer mit der Chancenauswertung.
Der Druck war gross, ein Sieg über Aufsteiger Dornbirn Pflicht will man in die Finalrunde. Ab dem Anpfiff war die Nervosität ersichtlich, erst der Führungstreffer durch Simon von Allmen legte die
flatternden Nerven etwas. Zuvor waren Fehlpässe und dumme Ballverluste bei Einzelaktionen prägend, die Gäste aus Dornbirn waren mehr in Ballbesitz. Zwar kassierte man nach der Führung aus genau einer
solchen Situation den Ausgleich, die Spielanteile änderten sich zu Gunsten der Seeländer. Torhüter Figueiredo spielte mit und stieg mutig gegen einen Dornbirner ein. Während die Österreicher einen
Penalty reklamierten, fuhren die Diessbacher über Miran Salzmann erfolgreich den Gegenstoss zum 2:1 – damit hatte das zweite neue Gesicht getroffen. Schliesslich traf noch Topskorer Kissling zum
Pausenstand.
Die Geschichte des zweiten Durchgangs ist schnell erzählt: Diessbach spielte beinahe Einbahnhockey, war aber nicht fähig das Skore in die Höhe zu treiben. Mehr als fünf Pfostenknaller und ein guter
Gästegoalie Künz verhinderten einen Kantersieg. Der Auftakt ist damit gelungen, vielleicht hat man sich die Tore gegen stärkere Konkurrenz aufgespart.
Ebenfalls die Pflicht erfüllt, haben die Diessbacher Damen auswärts in Uri. Mit 1:3 wurde der Angstgegner besiegt und die Tabellenführung bereits wieder übernommen.
12.09.2009 Mit Miniteam zum Erfolg
Ein Schrumpfteam eröffnete für den Rollhockeyclub Diessbach die neue Spielzeit. Die Frauen, amtierende Schweizer Meisterinnen, besiegten den gastierenden RSC Uttigen souverän mit 6:1.
Ganze fünf Absenzen hatte die Damen-Equipe für den Saisonstart am Samstag zu beklagen. Ohne den verletzten Kapitän Christine Schneider und vier weitere Spielerinnen kam der erfolgreichsten Mannschaft
des RHCD die Ehre zu, die Saison zu eröffnen. Gegen die sehr junge Truppe aus Uttigen harzte es lange Zeit, gerade Pässe wollten ihr Ziel nicht finden. Es brauchte drei Einzelleistungen von Tanja
Kammermann zum 3:0-Pausenstand und gleichzeitig einen persönlichen Hattrick, um der Favoritenrolle gerecht zu werden. Wenigstens stand die Abwehr sicher. „Wir haben gegen schwache Gegner oftmals mehr
Mühe als erwartet“, ist die Erkenntnis der Damen. Grund? Vermutlich mentale Schwäche.
Mit zunehmender Spieldauer kehrte die gewohnte Sicherheit zurück, nur das Pech verhinderte einen zweistelligen Sieg. Zahlreiche Pfostenknaller waren zu beklagen, dazwischen erhöhten Simone Schneider
und Andrea Müller auf 6:0. Das Ehrentor für die Gäste fiel ebenfalls, nach einer unübersichtlichen Situation im Strafraum lag die Kugel plötzlich im Netz.
Drei Punkte ohne zittern zu müssen wurden eingefahren, doch die Diessbacher Damen konnten sich irgendwie über den Erfolg nicht freuen. Zu gross die Unzufriedenheit aufgrund einer Änderung der
Spielfeldmarkierung, zu gross die Fehlerquote. „Drei Punkte sind drei Punkte, Tage wo wenig funktioniert sind ganz normal“, lautet das Fazit des Trainers.
Matchtelegramm:
RHC Diessbach – RSC Uttigen 6:1 (3:0)
Sporthalle Diessbach, 60 Zuschauer, Schiedsrichter: Graf
RHC DIESSBACH: Wegmüller; Müller (1), Schneider Simone (2), Moser, Gilgen, Kammermann (3)
Bemerkungen: Diessbach ohne Schneider Christine (verletzt), Gerber, Tock (Beruf), Odermatt und Wipf (Privat)
08.09.2009 Änderungen des TK-Reglementes
Neu ist es mit Karten und Spielsperren wie folgt:
-5,10,15,20 blaue Karten geben je eine Spielsperre!
-2 Mal rot als Folgekrate (z.B. Rgenbogen) gibt eine Spielsperre!
-rote Karte direkt gibt ZWEI! Spielsperren (wie bisher!)
