Schiedsrichter: Teil 4

Interview mit Nicola Rubin

 

Zur Person:

 

NAME: Rubin

VORNAME: Nicola

ÜBERNAME: Nicu

GEBURTSDATUM: 18.3.1992

ZIVILSTAND: ledig

BERUF: Fachmann Betreuung Kind, in Ausbildung

HOBBY:

Velofahren

Ausgang

Rollhockey

Skifahren

SCHIEDSRICHTER SEIT: 2008

LAUFBAHN:

2000 bis 2007 Junior des RHC Diessbach

seit 2008 Schiedsrichter

2010 Beförderung zu Kandidat NLC/Damen

HÖHEPUNKTE: Als Schedsrichter stehen die Hoffentlich noch vor mir...

 

Zum grossen Interview mit Nicola Rubin

 

Welche Beweggründe haben dazu beigetragen dass Du Schiedsrichter wurdest?

 

Als ich 2008 aufgehört habe Rollhockey zu spielen, verlor ich erst Mal für kurze Zeit den Draht zum Rollhockey. Mein Bruder war und ist aber immer noch beim RHC Diessbach aktiv und so wurde ich kurze Zeit darauf vom Vorstand angesprochen, ob ich nicht Schiedsrichter werden möchte. Nach vertieften Überlegungen habe ich zugesagt, auch weil es für mich als Lehrling ein gutes Sackgeld gibt!

 

Wie beurteilst Du das neue Regelwerk?

 

Am Anfang war ich sehr kritisch eingestellt. Ich fing mit Schiedsrichtern an, als die erste Übergangssaison im Gange war (Anmerkung der Redaktion: Der SRHV hatte das Regelwerk stufenweise eingeführt). Für mich war das eine Zusätzliche Schwierigkeit, ich hätte lieber gleich mit den ganzen neuen Regeln angefangen und habe mich deswegen auch ein wenig geärgert. Im ersten Schiedsrichterkurs, den ich besucht habe, gab es deshalb auch lange Diskussionen. Insgesamt finde ich die neuen, ganz umgesetzten Regeln besser als das alte Regelwerk. Das aus dem Blickwinkel eines Schiedsrichters gesehen, der nur das neue Regelwerk gepfiffen hat, aber aktiv war, als noch das alte galt.

 

Nun bist Du seit zwei Jahren Schiedsrichter, was war das schönste Erlebnis?

 

Ich habe noch nicht eine Lange Karriere hinter mir. Deshalb ist diese Frage nicht ganz einfach. (überlegt)

Nach dem ich mein erstes Damenspiel gepfiffen habe (Anmerkung der Redaktion: Herbst 2010) bekam ich viele Komplimente für meine Leistung. Nicht weil sie perfekt war, aber weil ich stets ruhig geblieben war und versucht habe das neue Regelwerk umzusetzen. Das hat mich motiviert.

Insgesamt motiviert es mich sehr, dass ich stets weiterkommen kann. Dass gesehen wird, dass ich mir Mühe gebe und ich weiter komme.

 

Im Sport sind die Schiedsrichter die am häufigsten kritisierten Personen, worin findest Du Deine Motivation?

 

Wenn ich ehrlich bin, ist mir das ziemlich egal. Oftmals ist die Kritik von den Tribünen und den Spielerbänken ziemlich undifferenziert. Ich weiss, dass ich die Regeln kenne, im Gegensatz zu vielen andern, und gebe das Beste, diese umzusetzen. Ein Schiedsrichter kann nicht alles sehen, auch ich nicht, aber ich kann mein Bestes geben. Und das tue ich in jedem Spiel.

Andererseits muss man sehen, dass es nicht nur Kritik gibt, es gibt auch Lob, und das tut gut. Das motiviert auch!

 

Inwiefern beurteilst Du die finanzielle Entschädigung der Schiedsrichter in der Schweiz?

 

Aus meiner Sicht ist die Entschädigung ausreichend, sie deckt aber nicht den Aufwand. Denn im Rollhockey ist nicht viel Geld vorhanden. So sehe ich meine Arbeit als Schiedsrichter auch als ein Klubbeitrag, es ist mein Teil dazu, dass das Ganze funktioniert. Besonders gerne tue ich dies für die Junioren.

 

Du stehst vorwiegend am Wochenende im Einsatz. Wie bringst du Freunde, Familie und das restliche Privatleben unter einen Hut?

 

Blöd ist es, wenn ein Wochenende, Freitag bis Sonntag mit Spielen drauf geht. Aber man kann das auch ein wenig planen, für Ferien kann ich auch Sperrdaten durchgeben. So kann ich das eigentlich gut handhaben.

 

Was ist Dein Ziel als Schiedsrichter?

 

Ganz klar: Ich will internationale Spiele leiten! Josh Schneider hat bewiesen, dass das möglich ist und ich möchte, längerfristig, ihm nacheifern. Ich weiss, es ist noch ein langer Weg, aber ich denke ich habe die Voraussetzungen dafür, ich bin noch jung und habe Zeit mich zu verbessern und mich schrittweise nach oben zu arbeiten!

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Schneider Peter (Donnerstag, 13 Januar 2011 11:59)

    Super Idee, einmal über die Schiris zu schreiben. Sie verdienen Dank und Anerkennung!