Interview mit Fabian Schneider

Schneider: „Wollen ohne Punktverlust durchmarschieren“

 

sva. Der RHC Diessbach bereitet sich auf den Saisonendspurt vor, am 26. März erfolgt der Auftakt zu Hause gegen Montreux. Routinier Fabian Schneider blickt voraus auf die schwere Auf-/Abstiegsrunde und beschreibt seine Position im Team.

 

Fabian, ihr müsst in die Auf-/Abstiegsrunde. Habt ihr euer Saisonziel damit verpasst?

 

Ja. Die Finalrunde und ein Platz unter den ersten Vier war unser Saisonziel.

 

In der Vorrunde habt ihr viele Gegentore kassiert. Hat die Verteidigung versagt?

 

Wir haben unser Ziel nicht erreicht, also kann ich auch mit meiner Leistung nicht zufrieden sein. Als Team haben wir in der Verteidigung eine Steigerung klar verpasst. Wir müssen daran arbeiten und zwingend besser werden.

 

Du bist ein „alter Fuchs“, verfügst im Abstiegskampf über die grösste Erfahrung der aktuellen Mannschaft. Was gilt es zu beachten?

 

Wir dürfen keinen Gegner unterschätzen. Alle Teams aus der NLA können nur verlieren. Während 50 Minuten braucht es 110 Prozent Leistung, sonst geht der Schuss nach hinten los.

 

Was muss der RHCD für den Ligaerhalt tun?

 

Es muss jeder Einzelne seine Leistung abrufen können. Das Zusammenspiel muss einfacher werden, die Chancenauswertung besser.

 

Ihr habt einen schmalen Kader. Kann das zum Verhängnis werden?

 

Nichts ist unmöglich. Aber immer wenn wir stark reduziert antreten mussten, spielten wir umso besser. Das jüngste Beispiel ist das Europacup-Spiel gegen Giovinazzo. Es schweisst den Rest nur mehr zusammen.

 

Was hat der angekündigte Rücktritt des Trainerduos Meier/Kissling für einen Einfluss?

 

Ich glaube keinen. Das Team besteht aus Spielern, die schon ewig spielen oder aus solchen, für die es keine Rolle spielt, wer an der Bande steht.

 

Was ist somit das Ziel für die Auf-/Abstiegsrunde?

 

Ganz klar ein souveräner Durchmarsch ohne Punktverlust.

 

Du arbeitest in Baden, wohnst in Zollikofen und trainierst in Diessbach. Warum nimmst du diese Belastung auf dich?

 

Das habe ich mich auch schon oft gefragt (lacht). Seit ich 12 Jahre alt bin, spiele ich beim RHC Diessbach und wollte nie weg. Dank meinem flexiblen Arbeitgeber werde ich diesen Aufwand so lange als möglich auf mich nehmen.

 

Ist es nicht frustrierend, wegen maximal zwei Trainings pro Woche nicht Stammspieler zu sein?

 

Frustrierend ist das falsche Wort, ich kann einfach nicht drei Mal trainieren. Eduardo und César füllen die Lücke gut. Mich nervt es eher, wenn jene Leute, die drei Mal trainieren dann die Leistung nicht bringen.

 

Was sind deine Hauptaufgaben im Team?

 

Ich bin der „Tschugger“, verantwortlich für das Eintreiben der Bussen. Als Team-Opa kann ich motivieren, wenn andere den Kopf hängen lassen. Ich versuche Motivator zu sein, so nach dem Motto „wenn es der alte Mann noch kann, müssen es die Jungen auch noch können“.

 

Wie geht es betreffend deiner Karriere weiter?

 

Mit meinen 31 Jahren bin ich der älteste Feldspieler. Stefu (Bandi) trat letztes Jahr im gleichen Alter zurück, ich habe den Absprung verpasst (lacht). Merlot spielte noch einiges länger, also warum ich nicht auch?

 

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