Gemecker, Härte und Unverständnis

Der Schweizer Cupsieger ist nach einer Niederlage im Rückspiel am H.C. Dinan Quévert in der Qualifikation des CERS-Cups gescheitert. Dabei sah es für die Seeländer zwei Mal gut aus.

 

Zwei Mal starteten die Diessbacher blitzschnell und brachten das nötige Feuer, um an eine Aufholjagd von fünf Toren zu glauben, ins Spiel. Doch am Ende war ihnen mehr als nur das Wettkampfglück nicht hold.

 

Es war noch keine Minute gespielt, als Pascal Kissling einen von der Bande abprallenden Schuss aus der Distanz richtigstehend vor dem Tor an Olivier Gélébart vorbei zur Führung einschieben konnte. Die Gäste legten sogar noch einen drauf, nach dem gleichen Muster erhöhte Hanes Wegmüller nach circa drei Minuten auf 0:2. Die Hoffnung auf eine Aufholjagd war da, die Emotionen im Spiel. Quévert packte sofort die Brechstange aus ,brachte richtig Zunder rein. Ein Foulspiel nach dem andern, viel Gemecker und Hektik für die restlichen 47 Minuten. Quévert gelang es zwei Mal im gegnerischen Strafraum eine Überzahl zu provozieren und diese eiskalt durch seine beiden Topspieler Andreu Tomas und Sébastien Landrin auszunützen. Auf der Gegenseite verwandelte Pascal Kissling einen Penalty zum 2:3, dann vollstreckte Tomas zum 3:3-Pausenstand. Dazwischen erlitten die Diessbacher mit dem verletzungsbedingten Ausfall von Eduardo Mendes einen bitteren Ausfall.

 

Statt 3:6 hiess es 4:4

 

Die Diessbacher Hoffnungen waren zur Pause wieder zusammengeschmolzen, doch die Schweizer wären nochmals ins Spiel zurückgekommen. Simon von Allmen traf doppelt - keines der korrekten Tore zählte. Das deutsche Schiedsrichterduo war immer stärker mit der Situation überfordert, Pfiff beidseitig unverständliche Entscheide. Als Kissling per direkten Freistoss auf 3:4 erhöhte - man rechne noch die anderen nicht anerkannten Tore dazu, es stünde 3:6 - war es um die Ordnung geschehen. Quévert's Tomas fuhr Lukas Rubin im RHCD-Tor über den Haufen, Patrick Mühlheim musste einspringen und parierte gleich glänzend. Erst nach fünf Minuten traf der Katalane zum Ausgleich. Die Franzosen zogen jetzt durch, erhöhten durch Corentin Le Polodec und Paul Salardaine auf 6:4. Diessbach provozierte zwar beim erst kürzlich eingewechselten Alan Audelin, dem Ersatztorwart, eine blaue Karte, die nach einem Ausraster in Rot endete, doch die Seeländer hatten den Kampfgeist eingestellt.

 

Der H.C. Dinan Quévert, ungeschlagener Leader der französischen Meisterschaft, war über beide Spiele die bessere Mannschaft. Die Differenz zwischen den beiden Mannschaften war aber nicht so deutlich, wie es das Gesamtskore von 7:15 ahnen lässt.

 

H.C. Dinan Quévert - RHC Diessbach 7:4 (3:3)

 

800 Zuschauer. - SR: Niestroy/Schaefer (D).

 

Tore: Kissling 0:1. Wegmüller 0:2. Tomas 1:2. Landrin 2:2. Kissling 2:3. Tomas 3:3. Kissling 3:4. Tomas 4:4. Le Polodec 5:4. Salardaine 6:4. Tomas 7:4.

 

H.C. DINAN QUÉVERT: Gélébart (46.-48. Alan Audelin); Landrin (1), Turluer, Tomas (4), Le Polodec (1), Jérémy Audelin, Furstenberger, Salardaine (1), Oliva.

 

RHC DIESSBACH: Rubin (40.-43. Mühlheim); Schneider, Faria, von Allmen, Torres, Wegmüller (1), Kissling (3), Strub, Mendes.

 

BEMERKUNGEN: 1x2- und 1x4-Minuten Quévert. Teamfouls: 15 Quévert, 15 Diessbach.

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