Reicht die "Hölle" zum Tessiner Coup?

Am Samstag geht's los! Die erste Playoffrunde in der ausgeglichensten Schweizer Meisterschaft seit Jahren steht an. Wer hat in welcher Paarung Vorteile? Wer sind die Schlüsselfiguren?

 

Die Stärken beider Mannschaften, von Diessbach und Biasca, sind schweizweit bekannt, doch sie haben immer wieder Erfolg. Einige Akteure sind zentral, welche Mannschaft kriegt diejenigen des Gegners besser in den Griff? rh-news.com stellt die Rezepte gegenüber.

 

Die Direktvergleiche dieser Saison:

26.11.2012 RC Biasca - RHC Diessbach 3:5 n.P.

03.03.2012 RHC Diessbach - RC Biasca 4:2

 

Die Leaderfiguren:

 

RHC Diessbach: Die Seeländer sind eine kleine Multikultitruppe, doch den Ton geben zwei Schweizer an. Vorne sorgt Pascal Kissling mit seinem Tempo und seinen Dribblings für die nötige Gefahr, hinten macht Simon von Allmen dicht. Auf dem Spielfeld gibt es mit dem Portugiesen César Torres oder dem Spanier Albert Galán noch andere Figuren mit Leaderpotenzial.

 

RC Biasca: Die Achse der Tessiner ist klar: Antonio Piscitelli orchestriert die Abwehr, Ivan Ruggiero ist für den Spielaufbau und die Konstanz besorgt und Cleto Rè verwandelt die Vorlagen. Noch Fragen?

 

Die Torjäger:

 

RHC Diessbach: Pascal Kissling ist der Topskorer der Mannschaft mit 33 erzielten Treffern in der Qualifikation. Überraschenderweise ist Simon von Allmen mit seinen 18 Toren zweitbester Mann, doch Torres und Galán sind ebenfalls für Tore gut.

 

RC Biasca: Im Strafraum ist Cleto Rè die Nummer 1 der Schweiz. Kein Ball geht am bulligen Angreifer vorbei. Seine 31 Tore sind quasi alles Ablenker oder Nachschüsse gewesen. Dahinter klafft eine Lücke, Ivan Ruggiero ist wohl der zweitbeste Schütze und Piscitelli ein souveräner Wert beim Penalty.

 

Ivan Ruggiero (li.) und Cleto Rè (r.) sind die Säulen im Spiel der Biaschesi.

 

Die Favoritenrolle:

 

Die Diessbacher sind nach den beiden Siegen in der Qualifikation favorisiert. Biasca wird zu Hause im Palaroller vor seinen frenetischen Tifosi vorlegen müssen, schliesslich liegt die Stärke der Tessiner weniger in der Fremde. Auch die Kaderbreite spricht eher für die Seeländer, die bei komplettem Bestand mit sieben Akteuren durchziehen können.

 

Der Überraschungsfaktor:

 

Hat der portugiesische Torhüter Ricardo Figueiredo seine Nerven im Griff, steht die Verteidigung kompakt und landet der eine oder andere vorne im Netz, so sind die Tessiner brandgefährlich. Mit den Tifosi im Rücken und den nötigen Emotionen können sie gerade im Heimspiel den Palaroller zur Hölle werden lassen.

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