Lionel Messi des Rollhockeys zu Gast

sva. Am Samstag trifft der RHC Diessbach im Halbfinal-Rückspiel der Schweizer Meisterschaft um 17.30 Uhr auf den RHC Friedlingen, auf eine mit Weltstars gespickte Mannschaft. David Páez und Co. garantieren Rollhockeykunst, wie man sie in Diessbach noch nie gesehen hat.

 

Er wird liebevoll als „Lionel Messi des Rollhockeys“ bezeichnet: David Páez, 36 Jahre alt, Argentinier, MVP der Weltmeisterschaft 2011. Er ist grösser und älter als der fussballerische Zauberfloh, aber die Parallelen sind vorhanden. Wie auch Messi zieht es Páez immer in Richtung Tor, er verfügt über eine kaum nochmals existierende Ballbehandlung und ist sowohl genialer Vorarbeiter wie auch Vollstrecker. Vor seinem Wechsel ins Dreiländereck nach Friedlingen spielte er über 15 Jahre beim FC Barcelona und gewann mit dem Starensemble alle Trophäen auf Klubebene – und mit Argentinien wurde er Olympiasieger 1992 und Weltmeister. Alleine Ausnahmekönner Páez ist am Samstag das Eintrittsgeld wert.

 

Doch der Argentinier kommt nicht alleine, bringt gleich seinen Kumpanen Fabricio Marimont mit; ein Heisssporn erster Güte, aber unberechenbar und seine linke Hand. Hinten sorgt der Brasilianer Michel Dantas für eine gewisse defensive Sicherheit und der Katalane Jordi Camps ist der Toptorjäger der abgelaufenen Qualifikation – ein Traumquartett.

 

Diessbach lauert auf den Coup

 

Und die Diessbacher? Diese haben sich im Hinspiel nicht versteckt, eines ihrer besten Saisonspiele abgeliefert und nach einer halben Stunde gar mit 2:3 geführt. In der Endabrechnung gab es eine 5:3-Niederlage. Spielertrainer Simon von Allmen bezeichnete das Ergebnis als „super Resultat“, schliesslich halten sich die Seeländer damit für Samstag alle Optionen offen. Sie müssen nach 50 Spielminuten mit mindestens zwei Toren vorne liegen, um eine Verlängerung erzwingen zu können. Unmöglich? Nein. Bereits im Viertelfinale überzeugten die Diessbacher vor heimischem Anhang, sie sind eine Macht in der eigenen Sporthalle. Herausforderer Biasca wurde damals mit einer 8:1-Packung vorgeführt, das Hinspiel im Tessin noch mit 0:4 verloren.

 

Im Lager der Seeländer hat man die Saisonziele mit der Teilnahme am Cupfinal sowie der Qualifikation für die Halbfinals und der damit verbundenen Egalisierung des besten Ergebnisses der Vereinsgeschichte bereits erreicht. Alles was kommt, ist Dessert. Die Mannschaft ist bis auf den Langzeitverletzten Eduardo Mendes komplett.

 

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