Interview zum Playoffstart mit Donat Schneider

PR RHCD: Der RHCD schliesst die Qualifikation auf dem zweiten Rang ab. Zufrieden?

 

Donat Schneider, Präsident RHC Diessbach: Ja, ich bin mit der Quali sehr zufrieden. Wir haben erstmals in unserer Geschichte auswärts mehr Punkte geholt aus zu Hause, wir haben Spektakel geboten und trotzdem am wenigsten Tore aller Teams kassiert.

 

Woher kommt die Steigerung? 

Wie immer im Mannschaftssport gibt es viele Faktoren. Allgemein fällt mir auf, dass die Mannschaft viel stabiler geworden ist, auch an schlechten Tagen Punktet und nicht einbricht. Die Spieler haben die Sicherheit eines Systems, welches funktioniert und sie über längere Zeit verinnerlicht haben. Hier ist eindeutig die Handschrift von Simon von Allmen sichtbar. Unser Spielertrainer verfügt dank seiner grossen internationalen Erfahrung über ein unbezahlbares Know-how und er hat es geschafft, dies an die Mannschaft weiterzugeben. Er geniesst das Vertrauen der Spieler und den vollen Rückhalt der Klubführung. Zusammen mit Reto Wyss an der Bande haben wir das Beste Duo der Liga für Training und Coaching.

 

Und was ist sonst noch besser?

Die Chemie in der Mannschaft stimmt, was letztlich auch wieder viel mit dem Trainer zu tun hat. Wir haben seit Jahren eine hohe Kontinuität und der Stamm der Mannschaft ist praktisch unverändert. Ausfälle von Teamleadern steckte das Team ohne Weiteres weg. Wir haben zwei starke Torhüter und mehrere Spieler, die sich aus dem Kollektiv abheben und ein Spiel alleine entscheiden können.

 

Zufrieden mit den Ausländern?

Ja sehr. Wobei ich an dieser Stelle sagen muss: Unsere Ausländer geniessen keinerlei Privilegien. Sie sind Teil des Vereins und haben ihre Pflichten wie alle anderen Spieler auch. Sie werden nicht bezahlt und sind genau so weit vom Profisport entfernt wie alle anderen auch. Für mich sind sie ganz einfach Spieler, die ihr Handwerk bei einem anderen Verein gelernt haben. Anstatt in Thun halt in Portugal. Mit Michel Dantas haben wir aber auf diese Saison einen Spieler erhalten, der auf internationalem top-Niveau spielt. Ein sehr grosser Gewinn! Eduardo Mendes hat sich von seiner schweren Verletzung erholt und spielt wieder auf seinem hohen Niveau und auch Cesar Torres bringt konstant gute Leistungen.

 

Wie weit solls jetzt in den Playoffs gehen?

Playoffs sind unberechenbar. Das Niveau in der Meisterschaft ist so hoch wie noch nie, jedes Spiel kann zum Stolperstein werden. Zur Erinnerung: Wir hatten den spanischen Topklub Venderell – notabene spanischer Cupsieger – im Europacup zu Hause am Rande einer Niederlage. Das war vor Jahren noch undenkbar. Aber zurück zum Saisonziel: Ich wünsche der Mannschaft, dass sie es schafft in den Playofffinal einzuziehen, die Spieler hätten es verdient.

 

Und für nächste Saison? Veränderungen im Team?

Wir hoffen fest, dass wir den eingeschlagenen Kurs der Kontinuität weitergehen können. Die Mannschaft hat viel Potential und es stehen Junge Spieler an, welche Druck auf die Arrivierten machen. Eine punktuelle Veränderung kann zu diesem Zeitpunkt nie ausgeschlossen werden. Ich hoffe aber, dass uns der Stamm erhalten bleibt, insbesondere natürlich der Spielertrainer und der Coach. 

 

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