Diessbach sucht Kisslings Nachfolger

 

 

Während Diessbach das erste Halbfinalspiel gegen Montreux knapp verliert, plant die Klubleitung bereits die nächste Saison. Gesucht ist ein Trainer, der Pascal Kissling in seiner Doppelfunktion entlastet.

 

SPascal Kissling ist Diessbachs Trainer und gleichzeitig Diessbachs bester Torschütze. DieDoppelfunktion als Spieler und Leiter der Trainingseinheiten hatte er schon mehrmals inne– zuletzt drei Jahre in Folge. «Es ist Zeit für ein neues Gesicht», sagt Kissling, der demVerein als Spieler erhalten bleibt, auf die nächste Saison jedoch Verantwortung abgebenmöchte. «Es braucht extrem viel Kraft, einerseits alle Trainings zu planen und sichandererseits auf das eigene Spiel zu konzentrieren.»

 

Weil zudem Coach Eduardo Mendes auf die nächste Saison sein Amt ganz aufgibt, ist der RHC Diessbach auf der Suche nach einem neuen Trainer. Um den neuen Mann zu finden, gehen die Seeländer einen neuen Weg und haben unter anderem ein Inserat erstellt. «Wir haben uns dafür entschieden, nachdem wir intern bereits einige Gespräche geführt haben, die jedoch ergebnislos waren», sagt Sportchef Klaus Meier.

 

Interesse aus dem Ausland

Beim Stellenausschrieb geizen die Diessbacher nicht mit Anforderungen. Der neue Trainer soll Erfahrung mitbringen und «idealerweise» bereits eine Top-Mannschaft in einer führenden Rollhockey-Nation gecoacht haben. Zudem soll er nicht nur das NLA-Team trainieren, sondern auch die Juniorenequipen begleiten. Meier relativiert: «Wir wissen, dass es schwierig wird, dass jemand allen Kriterien gerecht wird.» Deshalb sei der Klub bereit, Kompromisse einzugehen. Das Wichtigste sei, dass der neue Trainer die Klubphilosophie mittrage: In erster Linie sollen eigene Junioren fürs NLA-Team aufgebaut werden. Ausländische Kräfte seien auch in Zukunft nur als Ergänzung vorgesehen, um weiterhin international bestehen zu können.

 

«Er muss seine Wurzeln nicht einmal zwingend im Rollhockeysport haben», sagt Meier. Er selbst war ebenfalls über mehrere Jahre als Coach tätig, obwohl er zuvor Handball gespielt hatte. Einen ambitionierten Trainer, der bereit sei, sich in den Sport einzulesen, würde der Verein mit entsprechenden Lernmaterialen eindecken. «Wer einmal Trainer in einem Mannschaftssport war, weiss was es braucht, um vor die Spieler zu stehen und sie zu motivieren.»

 

Das primäre Ziel bleibt trotzdem, einen erprobten Kandidaten zu finden. Einen Klub zu trainieren, der seit Jahren zur Spitze der Schweizer Rollhockeyszene gehört, würden wohl auch Trainer von Ligakonkurrenten in Betracht ziehen. Gemäss Meier verzichtet der RHC Diessbach jedoch, solchen Trainern Angebote zu unterbreiten. «Wir wollen, dass Diessbach national weiterhin Erfolge feiert, aber nicht, indem wir gezielt unsere Gegner schwächen.» Also eine Kraft aus dem Ausland? Offenbar gab es bereits einige Interessenten, darunter ein ehemaliger Nationaltrainer Spaniens, der sich nach Gesprächen dann doch gegen ein Engagement entschied – zumindest vorerst. «Es ist doch toll, dass er überhaupt darüber nachgedacht hat, uns zu trainieren», sagt Pascal Kissling. Es zeige, dass der Verein auch international eine gewisse Attraktivität ausstrahle.


Keine Rücktrittsgedanken
Kissling hofft, sich unter einer neuen Trainerkraft spielerisch nochmals weiterzuentwickeln. Gedanken über einen allfälligen Rücktritt macht er sich keine.
«Solange es gesundheitlich geht, möchte ich weiterspielen.» Viel hat der 33Jährige mit dem RHC Diessbach bereits erreicht, deshalb hat er vor allem internationale Ziele: «Ich will unbedingt den ersten Sieg in der Champions League realisieren.»

 

 

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