, Dysli Yanic

Rollhockey Alpencup 2026: Deutschland bezwingt Schweiz im Finale

Das Schweizer U23-Nationalteam mit den beiden Diessbachern Cyan Dysli und Lucas Pahud hat den Gewinn des Alpencups 2026 knapp verpasst. Im Final unterlagen die Gastgeber Deutschland mit 3:5 und mussten sich damit mit dem zweiten Platz begnügen.

Bereits in der Gruppenphase hatten sich die Schweizer gegen die physisch starken Deutschen schwergetan und mussten sich im Penaltyschiessen geschlagen geben. Nach einem überzeugenden Halbfinalsieg gegen Österreich kam es im Endspiel zur Neuauflage. Auch diesmal entwickelte sich eine intensive Partie, in der die Schweizer mehr Spielanteile hatten und sich die besseren Torchancen erarbeiteten. Dennoch führte Deutschland zur Pause mit 2:0.

Diessbacher bringen die Schweiz zurück ins Spiel

Nach dem Seitenwechsel erhöhte die Schweiz den Druck und wurde für ihren Aufwand belohnt. Nach einem sehenswerten Gegenstoss erzielte Diessbachs Neuzuzug Lucas Pahud den wichtigen Anschlusstreffer. Die Eidgenossen fanden dadurch zurück ins Spiel und drängten auf den Ausgleich.

Deutschland konnte jedoch immer wieder vorlegen. Einen grossen Anteil daran hatte Joshua Heinrichs, der in der zweithöchsten spanischen Liga spielt. Mit seinen Vorstössen stellte er die Schweizer Defensive immer wieder vor grosse Probleme.

Trotzdem gab sich die Schweiz nie geschlagen. Die beiden Diessbacher Lucas Pahud und Cyan Dysli sorgten mit ihren Treffern zum zwischenzeitlichen 3:4 nochmals für Hoffnung bei den Schweizer Fans. In der Schlussphase versuchten es die Gastgeber ohne Torhüter, doch Henry Kulmer traf ins leere Tor und sicherte Deutschland mit dem 5:3 den ersten Alpencup-Titel der Geschichte. Entsprechend enttäuscht zeigte sich Cyan Dysli nach Spielschluss. Die Auszeichnung als bester Torschütze des Turniers war für den 19-jährigen Diessbacher sichtlich kein Trost.

Schiedsrichter Schneider beendet internationale Karriere

Für einen weiteren Diessbacher ging mit dem Alpencup 2026 eine eindrückliche Laufbahn zu Ende. Josh Schneider leitete mit dem Finalspiel seine letzte offizielle Partie als Schiedsrichter.

Der ehemalige Spieler des RHC Diessbach hatte sich bereits während seiner Aktivkarriere zum Schiedsrichter ausbilden lassen und stand während 27 Jahren national und international im Einsatz. Der Schweizer Rollhockeyverband ehrte ihn nach dem Endspiel für seine langjährigen Verdienste.

Schneider leitete in seiner langen Karriere nebst unzähligen Partien auf höchstem Schweizer Niveau auch Spiele an Weltmeisterschaften und internationalen Wettbewerben. Zu den Höhepunkten seiner Schiedsrichterlaufbahn zählten die Weltmeisterschaft in Shanghai (China) sowie zahlreiche Partien der Champions League in ganz Europa. Mit seinem Sohn Kilian Schneider, der in der vergangenen Saison sein NLA-Debüt als Torhüter des RHC Diessbach feierte, wird der Name Schneider dem Schweizer Rollhockey auch in Zukunft erhalten bleiben.